Rapperswil-Jona

«Ein Zentrum im Osten der Stadt entlastet den Westen»

Das Komitee «Ja zur Stadtentwicklung Rapperswil-Jona» setzt sich für den Teilzonenplan Jona-Center ein. Aus seiner Sicht bedeutet die Umzonung eine Chance für die Stadt: Dank eines qualitativ überzeugenden Baus werde auf einer hässlichen Brache ein Quartierzentrum geschaffen.

Reto Rauch (36), Marc Dufour (44) und Dominik Stieger (38, von links) vom Komitee «Ja zur Stadtentwicklung Rapperswil-Jona» posieren vor dem Areal, auf dem zwischen Feldli- und St. Gallerstrasse das Jona-Center gebaut werden soll.

Reto Rauch (36), Marc Dufour (44) und Dominik Stieger (38, von links) vom Komitee «Ja zur Stadtentwicklung Rapperswil-Jona» posieren vor dem Areal, auf dem zwischen Feldli- und St. Gallerstrasse das Jona-Center gebaut werden soll. Bild: Michael Trost

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Geboren wurde die Idee an einem Stammtisch: Die drei Ur-Joner Dominik Stieger, Marc Dufour und Reto Rauch fanden es an der Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen eine «überhandnehmende äusserst negative Nein-Sager- und IG-Verhinderungs-Politik» bei Bau- und Strassenprojekten in Rapperswil-Jona.

Aus diesem Grund haben die drei Männer ein Komitee gegründet, um sich für eine «gesunde und nachhaltige Stadtentwicklung von Rapperswil-Jona» einzusetzen. Unterdessen sind dem Komitee über 170 Leute beige­treten.

«Wir sind erfreut vom Erfolg, dass täglich mehr Leute bei uns mitmachen wollen und dass auch das Gewerbe Rapperswil-Jona seine Unterstützung zugesagt hat», sagte Dominik Stieger vom Dreipersonenausschuss des Komitees an der Presse­konferenz von Mittwoch auf dem Areal, auf dem das Jona-Center dereinst gebaut werden soll.

Stillstand gleich Rückschritt

Aus Sicht des Komitees werden am 23. September, wenn die Urnenabstimmung über den Teilzonenplan Jona-Center über die Bühne geht, die Weichen am Obersee entscheidend gestellt: «Ein Stillstand in Sachen Jona-Center bedeutet schlicht einen Rückschritt, weil dieses ein wichtiger Eckpfeiler für die Entwicklung im östlichen Stadtgebiet ist», sagte Marc Dufour: Dank des Baus eines Quartier- und Begegnungs­zentrums im Osten der Stadt werde auch der Westen profitieren: «Der Westen wird entlastet, wenn die Leute im Osten­ zukünftig vor ihrer Haustür einkaufen.»

«Die aktuell unschöne Ist- Situa­tion mit Autowaschstrasse und Gratisparkplätzen verdient eine Neubebauung», sagte Reto Rauch. Hinzu komme, dass mit der Umzonung keine einzige Wohnung mehr als derzeit möglich gebaut werde. «Ein Nein am 23. September bedeutet schlicht, dass die hässliche Brache beste­hen bleiben und es keine Wohn- und Lebensqualität in diesem Quartier geben wird», führte Stie­ger aus.

Komitee bekämpft Polemik

Der von den Gegnern des Projekts ins Feld geführte Verkehrskollaps sei reine Polemik und schlicht unwahr: «Einerseits ergeben sich durch die nach Süden verschobene Baulinie entlang der St. Gallerstrasse räumliche Möglichkeiten zur Optimierung der Verkehrsströme auf der Hauptachse», konstatierte Dufour: Anderer­seits überzeuge das ­Projekt durch eine komplett unterirdische Anlieferung und Erschliessung.

Es sei an der Zeit, den Nein-Schreiern entgegenzutreten, hält Rauch fest: Das öffentliche Inter­esse sei höher einzuschätzen als die Partikularinteressen einiger Anwohner. Es stelle sich schliesslich die Frage, was wichtiger sei: die Aussicht von ein paar wenigen oder der Freiraum für viele, die dank des Jona-Centers einen Begegnungsort erhalten.

Im Fokus der Gegner des Jona-Centers steht die grosse Höhe der Bauten. «Dabei ist es just dank der Höhe des Projekts möglich, Raum zu schaffen für einen Begegnungsplatz mit über 1500 Quadratmetern. Hinzu kommen zahlreiche Grünflächen», sagt Stie­ger.

Zeit der Blockade überwinden

Das Komitee hofft, dass mit einem Ja am Abstimmungs­sonntag eine «schwierige Zeit der Blockade», in der sämt­liche Bau- und Strassenprojekte bachab geschickt wurden, überwunden werden kann. Gerade für jüngere Leute habe diese Zeit viele Fragezeichen aufgeworfen. «Gut möglich, dass die frontale Ablehnung der Vorlagen einem Reflex gegen die Politik der Stadt­väter gleichgekommen ist», sagte Stie­ger­. Nun gehe es aber nicht um die Politik des Stadtrats, sondern um eine Umzonung, die eine Chance für die Stadt bedeute. «Wir sind überzeugt von einem qualitativ hochstehenden Projekt, das einen grossen Gewinn für die Stadt bedeutet.» Das Komi­tee wolle dem Unwissen über das Projekt Jona-Center entgegentreten und in den kommenden Wochen mit einer Plakatkampa­gne, Inseraten und einem Flyer-Versand in alle Haushaltungen für ein Ja am 23. September werben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.08.2018, 08:38 Uhr

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