Rapperswil-Jona

Ein Theater quer durchs Schloss

Für ein Theaterstück, dass die Geschichte des Schlosses Rapperswil thematisiert zahlt der Kanton St. Gallen aus dem Lotteriefonds 25 000 Franken. Noch fehlen zur Umsetzung aber gut 50 000 Franken.

Der Lotteriefonds des Kanton St. Gallens zahlt eine beträchtliche Summe an ein Theaterstück, dass die Geschichte des Schlosses Rapperswil zeigen will.

Der Lotteriefonds des Kanton St. Gallens zahlt eine beträchtliche Summe an ein Theaterstück, dass die Geschichte des Schlosses Rapperswil zeigen will. Bild: Manuela Matt

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Das Schloss gehört zur Stadt Rapperswil-Jona wie der Eiffelturm zu Paris. Während das Pariser Wahrzeichen ein relativ unbestrittenes Dasein fristet, ist das Schloss ein Dauerthema am Obersee. Grund genug für die drei Rapperswiler Lehrerinnen Daniela Colombo, Gaby Rusterholz und Jacqueline Brack Lees dem mittelalterlichen Bau ein eigenes Theaterstück zu widmen. Ihr Projekt mit dem Namen «Schloss 19» soll im September 2019 in eben diesem Premiere feiern. Geplant sind sechs Aufführungen. Der Kanton St.Gallen unterstützt das Vorhaben mit 25 000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Die Idee für ihr Theaterstück sei ihnen bereits vor über einem Jahr gekommen, erklärt Drehbuchautorin Daniela Colombo. «Wir wollten die Ratlosigkeit der Bevölkerung mit diesem historischen Bau und seine regionale Bedeutung thematisieren.» Als Habsburger Bollwerk im Jahr 1365 gebaut, schaut der graue Riese auf eine bewegte Geschichte zurück. «Ob Gefängnis, Mietobjekt oder Museum, das alles hat das Schloss schon erlebt. Selbst ein Gymnasium hatte man in seinen Räumlichkeiten einst geplant.»

Kein todernstes Historienspiel

Im Theaterstück «Schloss 19» sollen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Schlosses auf humorvolle Art musikalisch sowie theatral dargestellt werden, erklärt Colombo. «Man darf also kein todernstes Historienspiel erwarten.» Viel eher gehe es darum einen visionären Ausblick zu wagen.

Ebenso speziell und einzigartig wie das Stück selber, ist dessen Umsetzung: Die Aufführungen sollen an verschiedenen Spielorten im Schloss und im Schlosshof stattfinden. Bespielt werden sollen etwa der Rittersaal, der Turm, der Wehrgang, der Abgang das Haupthaus, der Lift, das Entrée und der Schlosshof. Das Publikum werde musikalisch von einem Spielort zum anderen geführt. «Ein Theater über das Schloss im Schloss und mit dem Schloss, das macht für uns den besonderen Reiz dieses Projektes aus», sagt Colombo.

Profis und Laien

Derzeit befinde man sich allerdings noch in der Projektierungsphase. Bisher habe man von den rund 100 000 Franken Gesamtkosten etwa die Hälfte zusammentragen können, erklärt Colombo. Neben dem Beitrag durch den Kanton dürfte auch die Stadt Rapperswil-Jona das Projekt mit einem fünfstelligen Betrag unterstützen.

Bevor die finanzielle Situation nicht restlos geklärt sei, könne man auch die weiteren Details wie etwa das Ensemble der Schauspieler und Musiker nicht definitiv bestimmen, sagt Colombo. Die Idee aber sei es, dass sowohl einheimische Amateurschauspieler wie auch Profis zum Einsatz kommen.

Neben dem Schlossspiel dürfen sich auch weitere Projekte aus der Region über Geld aus dem Lotteriefonds freuen. So etwa der Circus Knie. Dieser plant zum 100-Jahr-Jubiläum eine Ausstellung im Textilmuseum St.Gallen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.05.2018, 15:50 Uhr

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