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Ein Standort, der Jugendliche abholt

Am Mittwoch präsentierte die Stadt ihr Konzept für das neue Jugendzentrum auf dem Zeughausareal der Öffentlichkeit. Der Standort sorgte für positive Reaktionen, einzig wegen dem Lärm kamen Bedenken auf.

Die Stadträte Thomas Rüegg (Mitte) und Thomas Furrer führen durch die einstige Industriehalle, die neu zum Jugendzentrum werden soll.
Die Stadträte Thomas Rüegg (Mitte) und Thomas Furrer führen durch die einstige Industriehalle, die neu zum Jugendzentrum werden soll.
Manuela Matt

Auch die neu bemalten Wände können nicht über den desolaten Zustand des Kinder- und Jugendzentrums Stampf hinwegtäuschen. Damit sich die Bürger selbst ein Bild der Lage machen konnten, begann am Mittwoch die öffentliche Präsentation des neuen Projekts für die Rapperswil-Joner Jugend vor Ort. Ein Fenster ist schon lange eingeschlagen, durch den Boden ziehen sich Risse und Mäuse haben sich in den Räumen eingenistet. Ausserdem ist die Lage so abgelegen, dass es ein Ziel für Einbrüche ist und viele – vor allem Mädchen – im Dunkeln nicht mehr dort hingehen wollen.

Zentrum mit Industrie-Flair

Dass es eine neue Lösung für das Jugendzentrum braucht, ist unbestritten, auch für die zahlreich erschienen Besucher der Präsentation. Nachdem sie den alten Standort besichtigt hatten, führten die Stadträte Thomas Furrer (parteilos) und Thomas Rüegg (FDP) durch den neuen Standort: die ehemalige Geniewerkstatt, das Zeughaus 4 auf dem Zeughausareal. Hier soll ein neuer Treffpunkt für Kinder und Jugendliche entstehen. In den oberen Geschossen sollen Gruppenräume, Büros und Sanitätsanlagen untergebracht werden. Währenddessen soll im Erdgeschoss eine Mehrzweckhalle mit Bühne entstehen, die auch für andere öffentliche Anlässe genutzt werden kann. Bis das soweit ist, muss das Gebäude jedoch erst sanft saniert werden – allerdings so, dass der industrielle Charakter erhalten bleibt. Dafür entstehen Kosten von rund 2 Millionen Franken. Ein entsprechender Kredit wird an der Bürgerversammlung im März zur Abstimmung kommen.

«Hier fühle ich mich jung»

Der neue Standort stiess bei den Besuchern auf Anklang. Die hohen Räume mit dem industriellen Flair hätten ihr «mega gut» gefallen, meinte eine Zuhörerin mittleren Alters. Es hole die Jugendlichen ab, es hole aber auch sie ab: «Ich fühle mich wieder jung». Sie wolle für den Raum die Lanze brechen, für Jugendliche passe er perfekt. Zustimmendes Gemurmel aus dem Publikum gab ihr Recht. Jemand bemängelte jedoch, dass der hintere Teil des Gebäudes, in dem momentan die Kunstschule untergebracht ist, besser für ein Jugendzentrum geeignet wäre. Die Lärmemissionen würden dort weniger stören und ausserdem sei das Gebäude rechteckig gebaut und nicht so verwinkelt wie die Halle 4. Ein anwesender Architekt widersprach dem jedoch: «Kosten- und nutzungstechnisch spielt es keine Rolle, ob die Räume drei- oder rechteckig sind».

Der befürchtete Lärm sorgte dennoch für Bedenken unter den Besuchern. Laut Furrer sind allerdings Lärmschutzmassnahmen in der Sanierung miteingeplant. Er mache sich daher keine Sorge wegen dem Lärm.

Ein 18-jähriger Kantischüler – der einzige seiner Altersgruppe an diesem Abend – erkundigte sich nach Möglichkeiten für junge Erwachsene. «Es gibt eine recht grosse Gruppe an 17 bis 22-Jährigen, die sich mehr Angebote wünschen, abends auszugehen». Das Jugendzentrum sei aber auf eine jüngere Altersgruppe ausgerichtet. Bei der Stadt kennt man das Anliegen der jungen Leute. Wegen des Jugendzentrums musste ihr Wunsch jedoch erst einmal hinten angestellt werden. Man werde es aber im Auge behalten.

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