Rapperswil

Ein kleiner «King Julien» erobert die Welt

Pünktlich zur neuen Saison gibt es Nachwuchs in Knies Kinderzoo: Noch versteckt sich das eine Woche alte Lemurenbaby aber am liebsten bei seiner Mutter.

Wohlbehütet schirmt Mutter Janna ihr Jüngstes vor den neugierigen Augen der Besucher ab.

Wohlbehütet schirmt Mutter Janna ihr Jüngstes vor den neugierigen Augen der Besucher ab. Bild: zvg / Knies Kinderzoo

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Wer den jüngsten Zoobewohner bestaunen will, muss Geduld mitbringen. Und ganz genau hinschauen. Gerade mal zehn Zentimeter gross ist der pelzige Winzling, der seit einer Woche im Schoss von Katta-Weibchen Janna kuschelt. Nur mit viel Glück könne man den Neuling erspähen, sagt Zoodirektor Benjamin Sinniger. «Es klammert sich am liebsten am Fell seiner Mutter fest und schläft». Den Kleinen vor die Linse zu bekommen, sei purer Zufall gewesen.

Der Nachwuchs bei den Kattas, die zur Gattung der Lemuren gehören, ist der erste in der aktuellen Saison von Knies Kinderzoo. Nach rund 135 Tagen im Bauch seiner Mutter ist das Lemurenbaby am letzten Mittwuch zu seinen elf Artgenossen gestossen – darunter Genosse «Gelbauge», der Vater des kleinen Kattas. Das Halbäffchen wiege aktuell etwa 60 bis 80 Gramm, schätzt Sinniger.

Mister oder Miss «Q»

Das Geschlecht des Neugebornenen ist gemäss Angaben von Knies Kinderzoo noch unbekannt. Sobald dies erkenntlich sei, bekomme das Lemurenbaby seinen Namen. Klar ist bereits: Er wird mit «Q» beginnen – diesen Anfangsbuchsten werden dieses Jahr alle Jungtiere im Kinderzoo tragen. Gemäss langjähriger Tradition ändert dies von Jahr zu Jahr in alphabetischer Reihenfolge.

Der jüngste Katta-Sprössling – er dürfte so manches Kind an «King Julien» aus dem Film Madagaskar erinnern – ernährt sich im Moment hauptsächlich von Muttermilch. Sobald er etwas älter sei , bekomme der Nachwuchs Gemüse und Früchte sowie kleine Futterwürfel. Die in Familiensippen lebende und in den Trockenwäldern von Südwest-Madagaskar vorkommende Art ernährt sich vornehmlich von Früchten, Blättern und Gräsern.

Die Geister der Verstorbenen

Der Name der Lemuren stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet in der römischen Mythologie so viel wie «Geister». Die Ureinwohner von Madagaskar dachten, dass in den kleinen Affen mit den schwarz umrahmten Augen und dem gekringelten Schwanz die Geister ihrer Vorahnen weiterleben würden.

Und: Für den Fall, dass es sich beim Katta-Nachwuchs um ein Weibchen handelt, ist im Lemurenhaus Frauenpower angesagt. Bei den Kattas sowie den meisten anderen Lemuren-Arten haben nämlich die Weibchen das Sagen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.03.2018, 15:51 Uhr

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