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Ein klares Verdikt

Ein Kommentar von Redaktionsleiter Conradin Knabenhans.

Die Stimmbürger von ­Rapperswil-Jona wollen einen politischen Wechsel. FDP-Mann Martin Stöckling hat es geschafft und alle anderen klar überflügelt. Der amtierende Stadtpräsident Erich Zoller (CVP) ist abgewählt.

Die Schmach ist für Zoller dennoch ausgeblieben. Er liegt zwar über 3300 Stimmen hinter Stöckling zurück, aber auf Rang 2. Göldi, Würmli und Zeis konnten den Amtsinhaber nicht überholen. Es scheint, als wollten viele Wähler noch einmal ein Zeichen setzen und Zollers Wahlslogan unterstützen: ­Anstand bleibt.

Eine Ohrfeige ist das Resultat für die CVP. Die Partei hat zwar stimmenmässig ihr Potenzial ausgeschöpft, das Abschneiden von Peter Göldi ist gemessen an den hohen Erwartungen der CVP aber zu schlecht. Die Parteichefs haben die Wechselstimmung zu spät erkannt. Zudem hat die desaströse Taktik nach dem ersten Wahlgang – wir kommen mit Zoller, wir schwenken nun doch um – viele Wähler abgeschreckt. Das Aufspringen auf das Wahl­karussell von Rahel Würmli und Hubert Zeis goutierten die ­Wähler ebenfalls nicht.

Eine grosse Aufgabe steht nun Martin Stöckling bevor. Der Anwalt muss einerseits den Beweis antreten, dass er im neuen Amt keine Beziehungen mehr zu ­Verleger Bruno Hug unterhält. Andrerseits erwarten auch die Wähler viel: Alles soll besser werden. Man darf gespannt sein, ob ihm die bessere Kommunikation auch in schwierigen Fragen gelingt, ohne dass er in die Welt der politischen Floskeln abdriftet.

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