Zum Hauptinhalt springen

«Ein Autotuner ist noch kein Raser»

Am 20. August wird der Obersee zum Mekka der Mazda-Fahrer. In Jona treffen sich Fans der japanischen Automarke zum gemeinsamen Austausch. Die Mitorganisatoren Michi Warasch und Dario Rossi erzählen warum beim Autotreff schon mal mit Pneus geworfen wird.

Ein Herz für Mazdas: Michi Warasch (links) und Dario Rossi opfern ihre Freizeit am liebsten fürs Auto.
Ein Herz für Mazdas: Michi Warasch (links) und Dario Rossi opfern ihre Freizeit am liebsten fürs Auto.
Michael Trost

Im Alltag sind sie Sanitär und Grafiker, privat dreht sich bei ihnen aber alles ums Auto. Genauer um die Fabrikate des japanischen Autoherstellers Mazda. Ihre Faszination geht gar so weit, dass Dario Rossi (25) und Michi Warasch (28) heuer bereits zum zweiten Mal ein Schweiz weites Treffen für Mazda-Freunde mitorganisieren.

Am Sonntag 20. August wird so der Geberitparkplatz an der Stampfstrasse in Jona zum Mekka der Mazdafahrer. «Ich bin direkt über einer Mazda-Garage aufgewachsen, mein Weg war also klar», erzählt Dario Rossi lachend. Auch Michi Warasch wurde früh mit dem Mazda-Fieber infiziert, wie er selber sagt. «Meine Eltern sind beide immer einen Mazda gefahren. Da gab es für mich eigentlich nichts anderes mehr.»

Mit einem Vorurteil wollen die beiden jungen Männer gleich zu Beginn des Gesprächs aufräumen: «Wir schrauben zwar gerne an unseren Autos herum und sind beide begeisterte Autofahrer, trotzdem halten wir uns an die Verkehrsregeln», betont Rossi. «Ein Autotuner ist noch kein Raser.» Schwarze Schafe gebe es aber natürlich überall.

Vom Familienkombi bis zum Flitzer sind alle willkommen

Um ihr Hobby mit anderen pflegen zu können, sind Rossi und Warasch Mitglieder im MPS-Club (Mazda Performance Schweiz). Beide fungieren seit der Gründungsstunde im Februar 2014 im Vorstand. «Zu Beginn waren es nur gerade einmal 13 Mitglieder. Mittlerweile sind wir nun rund 90 Vollblut-Fans», erzählt der im zürcherischen Wald wohnhafte Rossi.

Die Hauptaktivitäten des MPS-Clubs sind gemeinsame Ausfahrten durch die Schweiz, das Besuchen von Autotreffen sowie weitere Ausflüge in der Gruppe. Seit letztem Jahr gehört aber noch ein weiteres Highlight fest in den Kalender der Mazda-Freunde. Das Mazdameet. Ein Treffen, bei dem vom Familienkombi bis zum sportlichen Kultroadster MX-5 alle willkommen sind. Der Event wurde vom MPS-Club selber iniziert und geplant. Rossi und Warasch amten auch hier beide im Organisationskomitee.

«Meine Eltern sind beide immer einen Mazda gefahren. Da gab es für mich eigentlich nichts anderes.»

Michi Warasch

Im letzten Jahr fand das Treffen noch in Langenthal Bern statt. «Bei leider sehr durchzogenem Wetter besuchten rund 80 Mazdafahrer und an die 200 Besucher die Veranstaltung», erzählt der in Hombrechtikon wohnhafte Warasch. Heuer werden sich die Mazda-Liebhaber zum Fachsimpeln in Jona einfinden. Bei hoffentlich besserem Wetter erwarten die Organisatoren an die 200 Autos. Viel mehr dürften es dann aber auch nicht sein, schliesslich soll auf dem 250 Plätze starken Geberitparkplatz noch Raum für Spiele und ein gastronomisches Angebot sein, wie Warasch erzählt. «Die Boomerang Bar wird auf dem Platz für Speis und Trank sorgen. Als Rahmenangebot sind die sogenannten Mazda-Games geplant. Dabei können sich die Besucher etwa im Pneuwerfen messen.»

«Wir wollen der Region etwas zurückgeben»

Ebenfalls im Reigen der Autofans vertreten sein wird die Stiftung Balm aus Jona. Die Stiftung für Menschen mit geistiger Behinderung wird an einem Marktstand ihre selbst hergestellten Produkte verkaufen. Dazu gekommen ist es, weil der MPS-Club auch ein soziales Engagement pflegt. «Wir wollen aus unserem Event keinen Profit schlagen. Stattdessen wollen wir der Region, in der wir zu Gast sein dürfen, etwas zurückgeben», sagt Rossi. Von den 20 Franken Ausstellergebühr gehen deshalb jeweils fünf Franken an eine soziale Institution. 2016 kamen so 400 Franken für den MS-Träff Langenthal zusammen.

Die Mazda-Freunde haben aber noch eine andere Überraschung für die Bewohner der Stiftung Balm. «Wir werden mit etwa fünf bis sechs Mazdamodellen «Taxifahrten» durch die Region anbieten. Ausserdem wird man sich mit den Fahrzeugen fotografieren lassen können. Die Fotos werden dann als Poster gedruckt», verrät Warasch.

Momentan befindet sich das OK-Team in den letzten Vorbereitungen, damit die Veranstaltung auch reibungslos über die Bühne gehen kann. «Allgemein verlief die Organisation um einiges routinierter als noch im letzten Jahr. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt», sagt Rossi. Bereits denken die Verantwortlichen an eine dritte Ausgabe des Mazdameet. «Unser Ziel wäre es die Veranstaltung zu institutionalisieren. Daher könnten wir uns vorstellen, wenn es heuer gut läuft, auch künftig Jona als Veranstaltungsort zu wählen», führt Rossi weiter aus. Das stehe aber noch in den Sternen. Vorerst gehe es nun erstmal um das diesjährige Treffen.

Das zweite Mazda-Treffen: Sonntag, 20. August, Stampfstrasse 48, Jona, 10 - 17 Uhr (Einlass für Aussteller ab 9 Uhr). Besucher: gratis Aussteller-Fahrzeuge: 20 Franken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch