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Ein Abend voller Überraschungen

Zum Programm des Chränzli des Frauen- und Männerchors Bürg-Neuhaus gehörten der Small-Talk mit der Bobfamilie Rüegg sowie Bauchredner Willer Nicolodi.

Willer Nicolodi mit der quirlig-frechen Maus-Puppe Joselito.
Willer Nicolodi mit der quirlig-frechen Maus-Puppe Joselito.
Franz Steiner

Rund 300 Besucher lockte das Unterhaltungsprogramm des Frauen- und Männerchors Bürg-Neuhaus am Samstagabend in den Dorftreff Eschenbach. Die Moderation des gemeinsamen Liederabends der beiden Chöre übernahm mit SRF Sport-Kommentator Beat Sprecher eine bekannte Stimme.«Mit Musik geht alles besser, mit Musik fällt alles leicht, ob man die Trompete schmettert oder Bass und Fiedel streicht.» Wie ein roter Faden zog sich die Botschaft dieses Lieds des Gemischtchors unter der Leitung von Marie-Theres Bürgi durch den Abend. Die 28 Sängerinnen und 28 Sänger sangen das Lied aus dem Film «Sophienlund» aus vollen Kehlen - dezent und virtuos begleitet von Rolf Wäger am Piano.

Heiter und beschwingt

Ein bunter Strauss an Liedern folgte mit der «Schiwago-Melodie» aus David Leans gleichnamigem Film. «Es steckt so viel Gefühl dahinter, dass es eine Herausforderung ist, den Herz-schmerz aus diesem Lied rüberzubringen», meinte die Dirigentin. Der Männerchor swingte darauf unter der Leitung von Aldo Gilardoni «Geht es dir gut?». Eine Hommage an den unvergesslichen Entertainer Udo Jürgens folgte mit viel Feingefühl «Zeig mir den Platz an der Sonne» von den Männerstimmen und vom Frauenchor «Ich war noch niemals in New York». Romantisch und ausdrucksstark dann «Moon River» aus dem Film «Breakfast at Tiffany’s» von allen Sängerinnen und Sängern gemeinsam. Zackig sangen die Männerchörler «Freunde fürs Leben», während der Frauenchor die Popgruppe Abba mit «Money, money, money» aufleben liess. «S’ Träumli» sangen alle Mitwirkenden und war der Schlusspunkt eines gelungenen Konzerts zweier sangesfreudiger Chöre. Die Präsidentin des Frauenchors, Brigitta Morger, und der Präsident des Männerchors, Herbert Büsser, dankten den vielen Helfern für die grossartige Unterstützung. Zur Musik mit «Tweri» Jürg wurde dann die Bühne zum Tanzen freigegeben.

Viermal Rüegg

Das Abendprogramm des Gemischtenchors wurde von einer Smalltalkrunde ergänzt. Stefan Wildhaber hatte die Idee, die Talkshow «Aeschbacher» zu «Esch(en)bacher» umzubenennen. So wurde die Bobfamilie Rüegg mit Toni, Sohn Ralph, Max und Ivo im Gespräch mit dem Moderator und Einspielungen auf einer Grossleinwand an ihre grössten Erfolge erinnert. Gesprickt mit vielen Anekdoten wussten sie manch Lustiges zu erzählen und brachten das Publikum so zum Schmunzeln. An Titelkämpfen gab es für die Familie Rüegg Medaillen en masse; so holte Max 1982 zusammen mit Erich Schärer im Zweier den EM- (Cortina) sowie den WM-Titel auf der Heimbahn in St.Moritz. Als mehrfacher Schweizer Meister im Kugelstossen brachte er, wie Bruder Toni als erfolgreicher Zehnkämpfer, die nötige Masse in den Bob. 2009 dann errang Ivo in Lake Placid (USA) einen letzten (WM-)Titel für die Bob-Dynastie Rüegg. Ralph Rüeggs (wie Ivo Pilot) grösster Erfolg war der Weltcup-Sieg in St.Moritz 2002 vor Cousin Ivo.

Viel Humor mit «Weltstar»

Von solchen Resultaten kann die Bob-Schweiz in der Gegenwart nur träumen. Vielleicht aber tritt ja Ralphs 14-jähriger Sohn Philipp dereinst in die Fussstapfen seiner erfolgreichen Vorfahren und bringt damit den Namen Rüegg zurück in den Bobsport. Zum Schluss des Gesprächs erhielten alle Gäste zum Dank eine witzige Collage, illustriert von Moreno Morger. Ein weiterer Leckerbissen bot der Auftritt von Willer Nicolodi, einer der weltbesten und gefragtesten Bauchredner. Seit elf Jahren lebt der weitgereiste Künstler in Eschenbach. Mit seiner Maus-Puppe Joselito war er 2015 mit dem Circus Knie auf Tournee und avancierte dort gar zum Publikumsliebling. Als Sohn einer italienischen Artistenfamilie tourte er einst mit seinen zwei Brüdern als Akrobatiktrio durch die Welt. Dann aber entdeckte er sein Talent für die Bauchrednerei. Seit nun mehr 23 Jahren hat er sich dieser Kunstform voll und ganz verschrieben. Der sechssprachige Weltenbummler versprach dem begeisterten Publikum zum Schluss seines Auftritts eine weitere Show in Eschenbach – dann mit seinem Sohn.

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