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Doppelt soviele Unfälle mit E-Bikes im Kanton St. Gallen

Im vergangenen Jahr starben 14 Menschen auf St. Galler Strassen. Das ist nahe am Tiefststand von 2015. Stark zugenommen haben dagegen Unfälle mit E-Bikes.

Unfälle mit E-Bikes haben im Kanton St. Gallen im letzten Jahr stark zugenommen. Die Polizei appelliert deshalb an die Selbstverantwortung der E-Bike-Fahrer.
Unfälle mit E-Bikes haben im Kanton St. Gallen im letzten Jahr stark zugenommen. Die Polizei appelliert deshalb an die Selbstverantwortung der E-Bike-Fahrer.
Symbolbild, Keystone

Die Verkehrsunfallstatistik des Kantons St. Gallen zeigt im Grossen und Ganzen ein positives Bild: Die Unfallzahlen bewegen sich auf dem tiefen Niveau des Vorjahres. Insgesamt kam es zu 2712 Unfällen (2015: 2748). Die Zahl der Schwerverletzten ist von 205 auf 190 gesunken. Die Zahl der Leichtverletzten hat dagegen leicht zugenommen, von 1096 auf 1117.«Die Anzahl Unfälle hat sich in den letzten drei Jahren eingependelt, obwohl sich Jahr für Jahr mehr Fahrzeuge auf den Strassen bewegen», sagte Christian Aldrey, Leiter der St. Galler Verkehrspolizei, gestern vor den Medien.

Die eigentliche Trendwende bei den Unfällen geschah 2013: Die Zahl ging von 3421 im Jahr zuvor auf 2819 zurück und stieg seither nie mehr über 2800 an. Die Anzahl Verkehrstote ging von 23 im Jahr 2013 auf 13, den tiefsten Stand seit 1947 - zurück und verharrt nun auf diesem Niveau. Mit dem heutigen Stand der Unfälle sei ein Plafond erreicht, sagte Aldrey. Ein weiterer Rückgang erscheint damit kaum wahrscheinlich.

Die meisten schweren Unfälle im Kanton ereignen sich auf Haupt- und Nebenstrassen innerorts. «Aus diesem Grund konzentrieren wir unsere Geschwindigkeitsmessungen auf den Innerorts-Verkehr», sagte Aldrey. Auf der Autobahn herrsche dagegen eine «entspannte» Situation. Auf der St. Galler Stadtautobahn gebe es zwar viel Stau, aber weniger Unfälle (-14).

Selbstverantwortung gefragt

Dennoch gibt es zwei Bereiche, die der Polizei Sorgen bereiten. Da wären einmal die Unfälle mit E-Bikes, die stark zugenommen haben. Auch wenn die Zahl der E-Bikes im Verkehr um 14 Prozent angestiegen sei, sei die Verdoppelung auf 46 Unfälle besorgniserregend, sagte Aldrey. «Vor allem die ältere Generation ist gefährdet.» Die Polizei appelliert an die Selbstverantwortung der E-Bike-Fahrer. Wer jahrelang nicht mehr Fahrrad gefahren sei, müsse den Umgang mit dem E-Bike erst trainieren. Wichtig sei, die E-Bikefahrer für diese Probleme zu sensibilisieren.

Stark angestiegen sind auch die Unfälle auf dem Schulweg (+50 Prozent). Betroffen seien vor allem 13- bis 15-Jährige. Hier seien die Eltern gefragt, sagte Aldrey. Dies, weil die Verkehrerziehung durch die Polizei dann in der Schule nicht mehr stattfindet. Leicht zugenommen haben die Unfälle auf Fussgängerstreifen.

Unfälle auf Baustellen

Erstmals in der Verkehrsunfallstatistik aufgeführt wurden Unfälle auf den Baustellen. An den 53 (+23) Unfällen waren vor allem drei «Hotspots» beteiligt: die Kreisel-Baustelle in Wil, die Absenkung der Kantonsstrasse in Thal/Buriet und der Neubau der Zollbrücke in St. Margrethen. Im Linthgebiet gab es keine solchen «Hotspots».

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