Rieden

Die Tagesschule Rieden wird zur Erfolgsgeschichte

Das ausserschulische Betreuungsangebot wird nach einem Jahr bereits erweitert: Neu werden die Kinder täglich von 7 Uhr morgens bis abends gegen 18 Uhr betreut, auch am Mittwoch.

Die Tagesschule in Rieden ist beliebt: Die Eltern von vier Kindern haben wegen den guten Tagesstrukturen extra den Schulort Rieden gewählt.

Die Tagesschule in Rieden ist beliebt: Die Eltern von vier Kindern haben wegen den guten Tagesstrukturen extra den Schulort Rieden gewählt. Bild: Symbolbild/Keystone

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Mit rund 55 Kindern ist die Primarschule Rieden eigentlich zu klein zum Überleben. Die Gemeinde Gommiswald, zu der das Dorf am Ricken gehört, will die Schule aber nicht einfach schliessen. Mit fortschrittlichen und besonders familienfreundlichen Tagesstrukturen soll die Schule attraktiv gemacht werden. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Vor einem Jahr startete das Betreuungsangebot mit fünf Kindern. Auf das neue Schuljahr hin wird sich die Zahl mehr als verdoppeln. Exakte Angaben kann die zuständige Schulleiterin Irene Egli noch nicht machen, mit einzelnen Eltern laufen noch Abklärungen.

Was Egli aber besonders freut: Die Eltern von vier Kindern haben wegen der Tagesstrukturen extra den Schulort Rieden gewählt. Zwei sind Zuzüger, zwei haben innerhalb der Gemeinde Gommiswald den Schulort wegen des neuen Angebots gewechselt. Und genau das will man mit der Tagesschule erreichen: Sie soll neue Kinder nach Rieden bringen und so den Schulort vor der Schliessung bewahren. Weil die Schülerzahl in den letzten Jahren massiv gesunken ist, hat Rieden heute genügend Platz für die ausserschulische Betreuung. Würde die Gemeinde die gleiche Tagesstruktur in Gommiswald anbieten wollen, stiesse sie dort bei den verfügbaren Schulräumen schnell an Grenzen.

Sporadische Betreuungmöglich

Die Betreuungszeiten, die das Team um Leiterin Manuela Ruoss anbietet, brauchen den Vergleich selbst mit städtischen Schulen nicht zu scheuen: Von montags bis freitags werden die Kinder ab sieben Uhr früh in Empfang genommen und um viertel vor sechs Uhr abends verabschiedet.

Nach einem Jahr wird das Angebot jetzt bereits erweitert: Neu werden die Kinder auch am Mittwochnachmittag betreut. Für Kinder, die nicht in Rieden zur Schule gehen, sind ab diesem Sommer auch Anmeldungen für eine sporadische Betreuung möglich. Als sporadisch gilt die Nutzung ein- bis zweimal pro Woche oder ein- bis achtmal pro Monat.

Die steigende Nachfrage zeige, dass das Angebot von den Eltern geschätzt werde, sagt Schulleiterin Irene Egli. Auch auf dem Land sei heute das Bedürfnis nach Tagesstrukturen vorhanden. «Nicht alle haben Grosseltern in der Nähe.»

Die Tagesschule ist noch in der Projektphase, welche bis 2022 dauert. In dieser Zeit wollen und können die Verantwortlichen auf Wünsche und Bedürfnisse der Eltern eingehen und Neues ausprobieren. Die Kosten sind im Vergleich mit umliegenden Gemeinden moderat. Für eine Betreuungsstunde zahlen die Eltern pro Kind sechs Franken. In Schmerikon sind es sieben Franken fünfzig, in Uznach acht Franken inklusive Zvieri. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.07.2018, 15:14 Uhr

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