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Die Stadtverwaltung legt zu

Der Stadtrat legt den Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung vom 7. Dezember ein Budget mit einem leichten Defizit vor. Zu reden geben dürfte aber der gestiegene Personalaufwand von rund 500'000 Franken.

Das Stadthaus muss bald noch mehr Leute beherbergen. Der Stadtrat sieht einen Ausbau der Verwaltung um gesamthaft 875 Stellenprozente vor.
Das Stadthaus muss bald noch mehr Leute beherbergen. Der Stadtrat sieht einen Ausbau der Verwaltung um gesamthaft 875 Stellenprozente vor.
David Baer

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona rechnet für 2018 bei gleichbleibendem Steuerfuss mit einem kleinen Defizit. Das gab Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) im Rahmen einer Medienorientierung zum Budget 2018 bekannt. Einem voraussichtlichen Aufwand von rund 160 Millionen steht ein Ertrag von 158 Millionen gegenüber. Damit liege man im Schnitt der letzten Jahre, sagte Stöckling.

Einen Mehraufwand komme vor allem im Bereich des baulichen Unterhalt auf die Stadt zu, erklärte der Stadtpräsident. Hier steigt das Budget um eine Million Franken auf 8,8 Millionen an. Man habe einen Nachholbedarf. «In den letzten Jahren konnte in Sachen Unterhalt nicht der Aufwand geleistet werden, der eigentlich geboten gewesen wäre. Dies aufgrund eines Personalmangels.» Nicht zuletzt auch deshalb sieht der Stadtrat fürs neue Jahr einige Stellenanpassungen im Verwaltungsbereich vor.

Neue Anforderungen in der IT

Bereits 2017 bewilligt wurden 240 neue Stellenprozente im Ressort Bau und Liegenschaften. Aber auch der Fachbereich Hochbau soll 2018 um zwei Vollzeitstellen erweitert werden. Um alle Projekte in der Pipeline abzuarbeiten sei dieser Personalaufwand unumgänglich, erklärte Stöckling.

Um ausserdem die Personalleitung strategisch zu stärken, wurde bereits in diesem Jahr eine neue 100-Prozent-Stelle im Ressort Präsidiales und Personaldienst geschaffen. Seit längerem bekannt war ausserdem auch, dass ein Sportkoordinator künftig Ansprechspartner für alle Vereine in der Stadt ist. Bisher lag diese Aufgabe bei der Liegenschaftsabteilung. Zudem wird es künftig eine Vollzeitstelle im Bereich der IT-Sicherheit geben. Die Stadt habe, auch im Zusammenhang mit dem E-Voting, immer mehr mit hochsensiblen Daten zu hantieren, führte Stöckling diesen Entscheid des Stadtrats aus. «Diesen neuen Anforderungen müssen wir gerecht werden.» Gesamthaft steigt der Personalaufwand 2018 so um knapp eine halbe Million Franken.

Die Aufstockung der Verwaltung sei zum einen ein Zeichen der gestiegenen technischen wie sozialen Anforderungen und eine Massnahme um professioneller und effizienter zu werden, erklärte der Stadtpräsident. Zum anderen zeigten die Anpassungen auch deutlich wie hoch die Lebensqualität in Rapperswil-Jona mittlerweile sei. «Stellen wie die eines Sportkoordinators entsprechen dem Bedürfnis der Bevölkerung. Die Stadt realisiert diese aber auf freiwilliger Basis.»

Investitionslimite festgelegt

Fürs Jahr 2018 sieht der Stadtrat Nettoinvestitionen im Wert von knapp 28 Mio Franken vor. Einer der grössten Posten ist dabei die Gesamtsanierung der Sporthalle im Grünfeld. Die Bürgerversammlung hat im Juni diesen Jahres einen Kredit über 4,8 Millionen Franken bewilligt. Im Investitionsbudget 2018 sind nun vier Millionen Franken davon eingerechnet. Ausserdem sollen für 350 000 Franken eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Garderobengebäudes bei der Sporthalle installiert werden.

Im Investitionsbudget sind zudem Ausgaben für die bauliche Anpassung des Fussballstadions im Grünfeld eingeplant. Für die definitive Ausgestaltung des Zuschauerbereichs sind so 150 000 Franken vorgesehen. Für die Aufrüstung der Flutlichtanlage 760 000 und für die Projektierung des gesamten Ausbaus 500 000 Franken. 80 000 Franken werden ausserdem für die Aufwertung der Leichtathletikanlage beantragt. Stabhochsprunganlage, Hürden, Hochsprunganlage sowie Kugel- und Diskusring würden technische Mängel aufweisen, heisst es von Seiten der Stadt.

Um die Investitionsrechnung zukünftig exakter vornehmen zu können, habe der Stadtrat einen Plafond eingesetzt, erklärte der Stadtpräsident im Rahmen der gestrigen Medienorientierung. In einem rollenden Fünf-Jahres-Schnitt sollen so nicht mehr als 145 Millionen Franken investiert werden. Bereits der alte Stadtrat habe einen solchen Plafond eingesetzt. Allerdings hatte sich dieser ausschliesslich auf die Zukunft bezogen, erklärte Stöckling. Neu werde sowohl zwei Jahre zurück wie nach vorne geschaut. «Dadurch, dass wir auch die letzten Jahre berücksichtigen erhalten wir eine exaktere Richtschnur für die Investitionsplanung.» Ausgenommen von der 145-Millionen-Limite ist das Projekt Alterszentrum Schachen. Ein derart grosses Projekt lasse sich nicht im Budget rechnen, erklärte Stöckling.

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