Rapperswil-Jona

Die Stadt erhält zwei Blumenwiesen als Geschenk

Der Verein Natur und die Gartenbaufirma Egli Jona AG verwandeln zwei monotone städtische Grünflächen in Wildblumenwiesen.

Farbige Blumen statt monotones Grün. Zweitausend Quadratmeter in der Stadt werden anfangs Jahr umgegraben.

Farbige Blumen statt monotones Grün. Zweitausend Quadratmeter in der Stadt werden anfangs Jahr umgegraben. Bild: Keystone

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Zwischen der Gartenbaufirma Egli Jona AG und dem Verein Natur Rapperswil-Jona hat es sozusagen gefunkt. Das Unternehmen wollte anstelle von Weihnachtsgeschenken für seine Kunden lieber etwas für die Allgemeinheit tun. Und der Verein hatte sein 25-jähriges Bestehen das ganze Jahr über mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert. Eine der Aktionen: In den städtischen Quartieren sollen 25 Blumenwiesen spriessen. Als die Firma Egli sich für ihre Weihnachtsaktion an den Verein wandte, lag die Idee der Wildblumenwiesen deshalb schon fast auf der Hand.

Konkret sieht sie so aus: 20 000 Franken in Form von Arbeitskraft und Material stellt die Firma dem Verein Natur zur Verfügung. Damit werden anfangs Jahr zwei städtische Grundstücke in artenreiche Wildblumenwiesen verwandelt. Das eine liegt in Jona am Bahndamm, unweit des Vitaparcours, das andere beim Schulhaus Hanfländer. Zusammengerechnet entstehen so 2000 Quadratmeter Blumenwiesen, wo jetzt monotone Rasenflächen sind.

«Wir arbeiten in und mit der Natur, für uns ist genügend Grünraum wichtig», sagt Carmen Schoder von der Gartenbaufirma Egli. Schon im vergangenen Jahr verzichtete die Firma auf Kundengeschenke zu Weihnachten und spendierte stattdessen einem Wohnheim für Kinder und Jugendliche einen neuen Sitzplatz.

Margeriten und Wildrosen

«Als kleiner Verein ist es uns nicht möglich, grosse Projekte allein zu stemmen», sagt Präsident Jean-Marc Obrecht. «Aber wir können Anstösse geben.» Artenvielfalt sei zwar seit Jahren ein Thema, passiert sei bisher aber wenig. Der Verein nahm das Thema daher auf seine Jubiläumsagenda. Die Mitglieder verteilten im letzten Jahr mehrmals Margeriten, Salbei und andere mehrjährige Pflanzen auf dem Markt an die Bevölkerung. Als Farbtupfer setzten sie mit Unterstützung der Stadt 250 Wildrosenstöcke, und sie fingen auch an, Blumenwiesen in Quartieren und entlang von Strassen anzusäen. Immer mit Unterstützung der Liegenschaftsbesitzer, wie Jean-Marc Obrecht betont.

Dabei geht es laut dem Präsidenten des Vereins Natur nicht darum, Fussballplätze oder Liegewiesen umzufunktionieren. Vielmehr sollen Grünflächen, die nur angeschaut und nicht genutzt werden, belebt werden. In diese Jubiläumsaktivitäten hinein sei die Anfrage der Firma Egli gekommen. «Und es hat super gepasst.»

Wildhecken statt Thuja

Obrecht ist überzeugt davon, dass die städtische Bevölkerung von derartigen Aktionen profitiert. Erste Reaktionen zeigen ihm, dass die Bemühungen um mehr Artenvielfalt geschätzt werden. «Wildhecken und Blumenwiesen statt Thuja und monotone Rasenflächen steigern die Lebensqualität», sagt der diplomierte Umweltingenieur. Je stärker die Wohnfläche wachse, desto wichtiger werde es, der Natur in den Siedlungen mehr Platz einzuräumen.

Für den Verein ist es laut Obrecht eine Riesenfreude, dass er mit Hilfe einer einheimischen Firma jetzt eine Idee umsetzen kann, die in den nächsten Jahren für einen deutlichen Mehrwert in der Stadt sorgen werde. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.12.2017, 16:49 Uhr

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