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Die Reform hat ihren Namen nicht verdient

Fabienne Sennhauser zieht Bilanz über die Arbeit des neuen Stadtrates von Rapperswil-Jona.

Die vier nebenamtlichen Stadträte drohen zu reinen Statisten zu verkommen. Das offenbart eine erste Bilanz nach der Stadtratsreform. Aus den bisherigen sieben Ressorts sind zur neuen Legislaturperiode hin fünf geworden. Und diese werden ausschliesslich von den drei vollamtlichen Stadträten geleitet. Als Bindeglied zwischen dem Stadtrat und der Verwaltung dient eine Ressortleiterkonferenz. Die Reform mache die Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher, heisst es vonseiten der Stadt.

Aber Tatsache ist: Seit mit Ueli Dobler (CVP) am 21. Mai auch der letzte nebenamtliche Stadtrat gewählt wurde, mussten sich diese kaum mehr öffentlich ­beweisen. Das dürfte nicht zuletzt auch damit zu tun haben, dass unter Martin Stöckling (FDP) eine neue Kommunikationspolitik in der Stadtverwaltung Einzug gehalten hat. Oder wie er es selber formuliert: «Gewisse Dinge sind einfach Chefsache.» Der neue Stapi will für die Bürger sichtbar sein und nimmt die Geschicke am liebsten selbst in die Hand. Zum Schluss sei es schliesslich er ganz ­alleine, der die Verantwortung trage. So fällt selbst den beiden anderen vollamtlichen Stadträten Thomas Furrer (parteilos) und Thomas Rüegg (FDP) oft nur noch eine Nebenrolle zu. An Bürgerversammlungen oder Medienorientierungen ergänzen sie die Aussagen von Martin Stöckling fachspezifisch, die Kommuni­kationshoheit aber liegt beim Stadt­präsidenten selber.

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