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Die Miss Linth kommt aus Schänis und heisst Jakari

Bei prächtigem Herbstwetter wurden an der Gemeindeviehschau in Schänis rekordverdächtige 709 Tiere aufgeführt. Die neue Miss Schänis, Jakari, aus dem Stall von Ruth Marti, gewann neben dem dem Gemeindetitel auch den Schöneuterpreis und wurde zudem auch zur Miss Linth gekürt.

Wenn Brauchtum auf Show trifft: An der Vieschau in Schänis wurden rekordverdächtige 709 Tiere aufgeführt.

Traditionsgemäss wird die Hirschenwiese in Schänis am Chilbimontag zum Mekka der Viehzüchter und Freunde des bodenständigen Brauchtums. Schon morgens um acht Uhr kamen die ersten Sennen mit ihren Tieren auf dem zentral gelegenen Schauplatz an. Rund eine Stunde Marschzeit hatten etwa die Herden vom Steinerriet oder vom Maseltrangnerberg unter die Füsse zu nehmen, was schon einmal ein gutes Fundament der Ausstellungstiere voraussetzt.

Organisiert wurde die Schau wie immer vom Landwirtschaftsamt der Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Viehzuchtvereinen Schänis und Rufi und Umgebung. Die Mitglieder der beiden Vereine sind seit Jahren ein Garant für eine qualitativ und quantitativ hervorragend bestückte Schau, die noch immer zu den grössten im Kanton gehört. Für die Bewirtung sorgten neben dem Hirschenteam auch die Bäuerinnen und Landfrauen von Schänis-Maseltrangen. Was auffiel: Nicht nur gestandene Bäuerinnen und Bauern in Tracht und Chütti, sondern sehr viele junge Frauen und Burschen, sowie ganze Familien trugen zu einem kleinen Volksfest mit einer tollen Stimmung auf der Hirschenwiese bei.

Für den Höhepunkt kurz vor Mittag sorgte die Wahl der neuen Miss Schänis. Jeder Aussteller durfte hierfür sein bestes Tier in den Ring bringen, zehn davon schafften es in den Ausstich und schliesslich erkor Experte Gerald Scherrer die Kuh Sakari-Jongleur der Erfolgszüchterin Ruth Marti zur Siegerin. Die nach Reglement vergebene Glocke, gespendet von der Garage Ziegler AG, Rufi, gewann das drittplatzierte Tier von Niklaus Jud, Blochberg. Den Fitness-Star führte Besitzer Pius Giger, Grenzhof vor und Ruedi Seliner, Steinerriet durfte seine bereits fünfte 100'000-er Kuh präsentieren.

Miss Linth Jakari mit Besitzerin Ruth Marti (links) und Glockenspender Erwin Elsener. Bild: Willi Giger.
Miss Linth Jakari mit Besitzerin Ruth Marti (links) und Glockenspender Erwin Elsener. Bild: Willi Giger.

Titel um Titel für Ruth Marti

Schliesslich wurden auch die Kühe mit den schönsten Eutern ausgezeichnet, wobei hier auch die anwesenden Fleckviehkühe mitkonkurrieren durften. Bei den Erstmelk war dies Tamina von Christian Bohl. Bei den Zweit- und Drittlaktierenden wiederum Jakari von Ruth Marti und bei den älteren Jessica, ebenfalls von Ruth Marti.

Ein Hattrick für Jakari

Vor einer grossen Zuschauerkulisse ging dann die Ausmarchung der elf schön heraus geputzten und frisierten Missen aus den Gemeindeviehschauen zur neuen Miss Linth vor sich. Die vier kantonalen Experten hatten die Qual der Wahl, denn jeder musste für sich eine Klassierung vornehmen und diese dann mit der Rangnummer anzeigen. Am Schluss aber waren sich die vier völlig einig. Alle setzten sie nämlich das Prachtstier Jakari aus dem Stall von Ruth Marti in Schänis auf den ersten Platz. «Jakari ist punkto Euter und Gesamtbild fast ein kleines Kunstwerk und verkörpert das moderne Zuchtziel optimal», sagte Chefexperte Walter Rhyner nach der Wahl.

Freudig durfte Ruth Marti die von der Firma Elsener, Kanalreinigung Jona-Kaltbrunn gespendete Glocke entgegennehmen. Vize-Miss-Linth wurde Kuh Janina von Martin Steiner aus Rieden. Aus gesundheitlichen Gründen nicht angetreten war Miss Goldingen, Harley, von Hubert Kühne. Immerhin erreichte ihr Ersatz Optima, aus dem Stall von Edwin Schirmer, noch den guten dritten Platz.

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