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Die Kreuzkirche soll modernisiert werden

Der Zahn der Zeit hat an der Kreuzkirche Uznach genagt. Daher sollen nun Renovationen am denkmalgeschützten Gebäude vorgenommen werden.

Das Dach und die Fassade der Kreuzkirche in Uznach weisen Altersspuren auf.
Das Dach und die Fassade der Kreuzkirche in Uznach weisen Altersspuren auf.
Manuela Matt

Die Kreuzkirche in Uznach ist alt. Schon im Jahr 865 stand auf dem Gelände ein Gotteshaus. Der Grundstein für das jetzige Gebäude wurde im 13. Jahrhundert gelegt. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahrhunderten umfassende Umbauten und Renovationen durchgeführt. Die letzten Sanierungsarbeiten fanden vor mehr als 50 Jahren statt, sodass nun die Zeit für eine weitere Auffrischung der Kirche gekommen ist. Zu diesem Schluss kommt der katholische Kirchenverwaltungsrat aufgrund eines Gutachtens, welches er in Auftrag gegeben hat. Besonders das Dach der Kirche braucht eine Sanierung. In den sechziger Jahren wurden handgemachte Ziegel für die Renovation verwendet, doch diese waren damals bereits aus zweiter Hand. Nun sind sie stark verschmutzt und teilweise kaputt. «Dies ist nicht zuletzt auf die hohe Belastung durch Nitrate von den Ausscheidungen der Störche zurückzuführen», heisst es im Gutachten. Seit Jahren nisten immer wieder Störche auf dem Dach der Kirche.

Nun sollen neue, handgemachte Ziegel zum Einsatz kommen. Aus Gründen des Denkmalschutzes können keine besonderen Massnahmen getroffen werden, um die neuen Ziegel vor dem Storchenkot zu schützten, erklärt Christoph Meier, Präsident des Uzner Kirchenverwaltungsrats.

Da für die Dachsanierung ohnehin ein Gerüst aufgestellt werden muss, möchte der Kirchenverwaltungsrat auch die Gelegenheit ergreifen, die Fassade zu restaurieren. Die Feuchtigkeit habe dem Putz zugesetzt, schreibt sie im Gutachten. Zudem hat sich Moos auf der Fassade ausgebreitet.

Veraltete Elektrik

Das Innere der Kirche braucht ebenfalls eine Auffrischung. Die elektrischen Anlagen seien veraltet, schreibt die Kirchenverwaltung. Die Lampen sollen durch moderne LED Leuchten ersetzt werden.

Auch der Komfort der Kirchgänger soll weiterhin gewährleistet bleiben. Die über 50-jährige Bankheizung funktioniere nicht mehr zuverlässig und soll durch eine modernere Anlage ersetzt werden, so die Empfehlung des Kirchverwaltungsrats. Die Bankheizung sei die effizienteste Lösung, betont Meier: «Der Kirchgänger wird gezielt gewärmt.» Eine Heizung, welche den ganzen Raum beheizt, würde der Kirche nicht gut bekommen und könne sogar schädlich sein.

Die Restaurierung soll voraussichtlich im Herbst starten. «Wir werden soweit wie möglich auf die Störche Rücksicht nehmen», erläutert Meier. Die Arbeiten werden wahrscheinlich zwei bis drei Monate dauern. Die Kreuzkirche sei während dieser Zeit benutzbar, allenfalls werde eine Seite zeitweise gesperrt.

Die Kosten für die Sanierung werden sich laut Kirchenverwaltungsrat insgesamt auf 850 000 Franken belaufen. Informelle Gespräche der Architekten mit der Denkmalpflege hätten ergeben, dass diese bis zu 80 000 Franken beisteuern würde, sagt Meier. Die Kirchgemeinde stimmt am 26. März über die Freigabe der Mittel ab.

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