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Die geselligen Einzelgänger

Einst war das Fischen das Hobby der Reichen. Heute steht der Fischereiverein See und Gaster allen offen und wird 125 Jahre alt. Ein Gespräch über verschmutzte Gewässer, Forellen im Helikopter und Fische zweiter Klasse.

Christian Rudel, Präsident des Fischereivereins See und Gaster, füttert die Forellen in der Teichanlage des Vereins in Benken.
Christian Rudel, Präsident des Fischereivereins See und Gaster, füttert die Forellen in der Teichanlage des Vereins in Benken.
Ramona Kriese

An der Hütte der Fischer spaziert kaum einer per Zufall vorbei. Das kleine Holzhaus liegt an einer Lichtung im Wald, am Ende eines schmalen Kiesweges unweit vom Bahnhof Benken. Trotz der abgeschiedenen Lage ist die Zufahrt mit einem Holztor versperrt – «Privat», steht da. Um das Schild sei man irgendwann nicht mehr herumgekommen, sagt Christian Rudel fast entschuldigend. Spaziergänger hätten auf dem Gelände grilliert, Holz mitgehen lassen oder ihren Abfall liegen gelassen.Christian Rudel, graues Haar, Softshell-Jacke, eine feinrandige Brille im freundlichen Gesicht, ist Präsident des Fischereivereins See und Gaster – jenem 125-jährigen Verein, dem die Teichanlage an der Waldlichtung gehört, Widen heisst sie. Eine kleine Idylle sei es. Er öffnet das Tor nicht ohne Stolz. Manchmal sehen die Fischer hier einen Eisvogel, erzählt er, immer wieder hüpfen Eichhörnchen vorbei, zudem sei es Lebensraum von zahlreichen Amphibien.

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