10 Jahre Fusion

Die besten Wünsche und Ratschläge für das Geburtstagskind

Zum runden Geburtstag von Rapperswil-Jona haben sich Politiker von Zürich bis St. Gallen in einem Freundschaftsbuch verewigt und der Stadt auf Wunsch der ZSZ ein paar persön­liche Zeilen gewidmet. Die ersten Seiten gehören Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch, die sich in das Schloss verliebt hat.

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Ein Freundschaftsbuch ist eine Herzensange­legen­heit. Das weiss ­jeder, der in der Primarschulzeit ein solches Album besessen und in ­seinem Freundeskreis herum­gereicht hat. Es trägt Erinne­rungen und Wünsche von Menschen zusammen, die einem zu jener Zeit wichtig waren – Menschen, die einen ein Stück auf dem Weg begleitet haben – manche kürzer, andere länger.

Solche Weggefährten hat auch die Stadt Rapperswil-Jona. Schon bevor die beiden Gemeinden 2003 und 2005 beschlossen, fortan­ Hand in Hand zu gehen, pflegten sie mit ihren Nachbarn, mit umliegenden Gemeinden, Politikern in der Region Zürichsee-Linth, aber auch ­darüber ­hinaus, ein freund­schaft­liches Verhältnis. Nicht erst seit der Hochzeit vor zehn Jahren hat sich die Stadt mit ihrem Wahrzeichen, dem Schloss oder dem Kinderzoo als Attrak­tion auch über die Kantonsgrenze hinaus einen Namen gemacht. Menschen rund um den Zürich­see verbinden persön­liche Erlebnisse und Erinnerungen mit Rapperswil-Jona, haben schöne, lustige und skurrile Anek­doten über die Stadt zu erzählen – Anek­doten, die es sich aufzuschreiben lohnt. Das kann ein Besuch bei den Elefanten im Kinderzoo sein, eine beson­dere Schifffahrt nach Rapperswil oder der Aufstieg zum Schloss beim aller­ersten Besuch. Andere denken beim Namen Rapperswil-Jona an bestimmte lokalpoli­tische Geschehnisse – zum Beispiel an den Entscheid gegen ein Stadtparlament, welchen die Bür­ger 2015 fällten. Oder an das nicht ganz einfache Prozedere, einen neuen Stadtpräsi­denten zu finden.

Erinnerungen wie diese gehören in ein Freundschaftsbuch. Und wann ist nicht die ­perfekte Gelegenheit, ein solches als Geschenk zu überreichen, wenn nicht zum runden Geburtstag? Zum 10-Jahr-Jubiläum der Stadt Rapperswil-Jona hat die ZSZ darum verschiedene Per­sonen gebeten, ihre ganz persönlichen Erinnerungen an die Stadt zusammenzutragen. Was erlebten sie, als sie das erste Mal nach Rapperswil-Jona kamen? Als sie auf dem Seedamm im berüch­tigten Stau standen – was ging ihnen da durch den Kopf?

Wie es sich für ein Poesie­album gehört, wagen die ­Freunde zudem einen kleinen Ausblick – wenn auch einen fik­tiven. Statt «Was ich einmal ­werden möchte, wenn ich gross bin», heisst es im Freundschaftsbuch von Rapperswil-Jona: «Was würde ich tun, wenn ich einen Tag lang Stadtpräsident oder Stadtpräsidentin wäre?» Was, wenn ich das Schloss mieten könnte?

Diese und ähnliche Frage haben wir Politikern von Zürich bis St. Gallen gestellt. ­Unsere Hoff­nung auf ein möglichst dickes und kreatives Freundschaftsbuch hat sich erfüllt. Für ihre persönlichen Zeilen haben sich die Weggefährten von Rappers­wil-Jona Zeit genommen und keine Mühe gescheut, tief in der Erinnerungskiste zu graben. Nicht zuletzt überbringen sie der Stadt – und auch das darf in einem Poesiealbum nicht fehlen – die besten Wünsche für die Zukunft. Damit verbunden sind Ratschläge, wie Rapperswil-Jona sich künftig weiterentwickeln könnte. Was die Stadt von ihren Nachbarorten lernen könnte – auch darüber­ haben sich die Wegge­fährten Gedanken ge­macht. Sie sehen: Es gibt einiges zu lesen im Freundschaftsbuch von Rapperswil-Jona.

Illustriert von ZSZ-Illus­trator Olivier Samter alias «Owley», veröffentlichen wir ab heute in loser Folge die per­sönlichen Glückwünsche für das Geburtstagskind. Bis zum grossen Jubiläumsfest am 19./20. August lassen wir Sie in der ZSZ regelmässig im Freundschafts­album schmökern. Den Auftakt macht Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch. So viel vorweg: Den Stau auf dem Seedamm kennt sie nur vom Hörensagen. (rkr)

(Erstellt: 04.08.2017, 09:20 Uhr)

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