Rapperswil-Jona

Der schwerste Kürbis wiegt über eine halbe Tonne

Auf dem Bächlihof fand am Sonntag die Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen statt. Die schwersten Kürbisse kommen aus dem Kanton Thurgau. Doch auch die Region bringt stattliche Exemplare auf die Waage.

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Auf den ersten drei Plätzen der Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen landeten Züchter aus dem Kanton Thurgau. Edwin Vogels Kürbis wiegt 512,6 Kilogramm und ist somit der schwerste in der Schweiz. Der Gewinner aus Kesswil wird nächsten Sonntag mit seinem Prachtsexemplar an der Europameisterschaft im deutschen Ludwigsburg teilnehmen. Er freue sich darauf, sagte er stolz.

Auf dem zweiten Platz landete Jürg Wiesli aus Dozwil. Sein Kürbis bringt 477,4 Kilogramm auf die Waage. Ehefrau Brigitte züchtete einen grünen Squash. «Die sind in der Regel schwerer», erklärte Beat Jucker, Geschäftsführer der Jucker Farm AG, beim Wägen. Ihrer brachte 278 Kilogramm auf die Waage, womit Brigitte Wiesli auf dem dritten Platz landete. Die Preisübergabe übernahm der amtierende Weltmeister Beni Meier. Seine Kürbisse gingen in diesem Jahr ein. Es sei wegen des kalten und nassen Wetters im Frühling ein schwieriges Kürbisjahr gewesen, erklärte Jucker.

Ein bis zwei Stunden Arbeit

Wichtigste Voraussetzung für so schwere Kürbisse seien gute Samen, sagt Jürg Wiesli. Intensive Pflege gehört ebenfalls dazu. Wiesli widmet seinen Pflanzen täglich eine bis zwei Stunden Arbeit. Sämtliches Unkraut müsse regelmässig entfernt werden, da es den Pflanzen Stickstoff entziehe. Dass im Kanton Thurgau so viel übergrosses Gemüse produziert wird, erklärt er sich mit dem milden Seeklima, das am ­Bodensee herrscht.

Doch auch die Region um den Zürichsee kann mit Schwergewichten prahlen. So wiegt der Kürbis von Patrick Thommen aus Jona über 180 Kilogramm. Stefan Mettlers Exemplar gedieh in Bubikon am Egelsee und bringt etwas über 100 Kilogramm auf die Waage. Er sei zwar nicht ganz so schwer, dafür aber sehr schön, sagte er zufrieden. «Die Kürbisse müssen nach GPC-Regeln un­versehrt sein», erklärte Jürg Wiesli. Ein paar Bestimmungen aus den amerikanischen Richt­linien «The Great Pumpkin Commonwealth» las er vor. Er mass Dellen aus und kontrollierte auf Löcher. «Theoretisch könnte durch solche Löcher das Gewicht mit eingespritztem Wasser verfälscht werden», erklärte er.

Eine faule Stelle

Die jüngste Züchterin, die elfjährige Judith Knellwolf, schied wegen einer faulen Stelle in ihrem Kürbis aus. Ihre Freude jedoch war ungetrübt. Gewichtige Modelle brachte auch die Züchterfamilie Buchmüller aus dem Kanton Bern hervor. Ihre Kürbisse wogen fast 200 Kilogramm.

Am Sonntag wurden nicht nur Kürbisse gewogen, sondern auch Zucchetti, Karotten, Zwiebeln oder Peperoni kamen auf die Waage. Ein Kohlrabi aus Sachsen wog über sechs Kilogramm. Rekordhalter bei fast allen Gemüsesorten ist Jürg Wiesli. Zwei Kilogramm schwere Karotten und noch schwerere Zwiebeln brachte er hervor. Seine Sonnenblume und der Mais mit über viereinhalb Metern Länge brachten ihm kräftigen Applaus ein.

Jucker freute sich über den Besucherandrang trotz regnerischem Wetter. Auch mit so vielen Züchtern rechneten die Veranstalter nicht. Angemeldet seien fünf Züchter gewesen, sagte Jucker. Erschienen sind spontan über zehn Züchterinnen und Züchter. Am 6. November werden die Riesenkürbisse auf dem Bächlihof geschlachtet und verteilt. Sie seien sehr schmackhaft, versichert ­Jucker. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.10.2016, 08:47 Uhr

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