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Der abtretende Rektor baggert die HSR in die Zukunft

Die Hochschule für Technik Rapperswil erhält ein zweites Studentenwohnheim. Beim Spatenstich betonen Vertreter von Schule und Politik, dass sich die HSR mit dem neuen Gebäude für die Zukunft rüste: Dazu gehört auch erstmals ein englischer Studiengang für Informatik.

Der Rektor der HSR Hermann Mettler darf beim Spatenstich zum zweiten Studentenwohnheim mit dem Bagger mithelfen. Im Hintergrund ist das erste Wohnheim zu sehen.
Der Rektor der HSR Hermann Mettler darf beim Spatenstich zum zweiten Studentenwohnheim mit dem Bagger mithelfen. Im Hintergrund ist das erste Wohnheim zu sehen.
David Baer

«Seit dem letzten Spatenstich sind 3 Jahre und 303 Tage vergangen», erklärt Otto Hofstetter, Präsident der Stiftung zur Förderung der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR). Dass sich nun Vertreter der Schule und der Politik so bald wieder für den Spatenstich eines Studentenwohnheims versammelt haben, ist ein Zeichen für den Erfolg des ersten Gebäudes: Dessen 100 Zimmer waren von Start weg immer voll ausgelastet. Nun kommt ein neues Wohnheim direkt neben dem ersten zu stehen. Da sich in unmittelbarer Nachbarschaft auch das neue Oberstufenschulhaus Weid befindet, spricht Schulpräsident Thomas Rüegg schon vom «Campus Weid».

88 Zimmer auf 3 Etagen

Die Stiftung, welche als Bauherrin fungiert, setzt beim Neubau auf Kontinuität. Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Rapperswil-Jona stellt erneut das Land zur Verfügung, während die Planung und der Bau durch die gleichen Firmen wie beim ersten Projekt durchgeführt werden. Finanziert wird das 10 Millionen Vorhaben abermals grösstenteils durch ein Darlehen der Bank Linth.

Das neue Gebäude ist aber keine Kopie des alten, betont HSR Rektor Hermann Mettler: «Das würde ja sonst an sozialistische Plattenbauten erinnern.» So ist der Neubau nur drei statt fünf Etagen hoch. Die oberen beiden Stöcke des Minergiebaus werden wiederum mit Holz verkleidet. Insgesamt werden 88 Zimmer erstellt, die sich auf die beiden oberen Etagen verteilten.

Im Erdgeschoss sind zwei Räume geplant, deren Nutzung noch offensteht. Im älteren Gebäude ist im Parterre eine Studentenbar untergebracht. «Sich einen hinter die Binde zu kippen, gehört ja zum Studentenleben dazu», meint Mettler.

Auf Austausch akademischer Natur hofft die Studentenvereinigung. Durch das gemeinsame Wohnen kämmen die Studenten verschiedener Studiengänge vermehrt in Kontakt.

Studenten aus dem Ausland

Mettler interpretiert das Wohnheim auch als Zeichen der Offenheit. Einerseits finden so viele der Studenten aus der ganzen Schweiz eine Unterkunft. Andererseits sollen auch vermehrt ausländische Studenten dort untergebracht werden. Der Rektor, der im Februar abtritt hat nämlich noch eine letzte grosse Ankündigung: Die HSR möchte sich international öffnen und den Studiengang Informatik auch in einer englischen Version anbieten. Man sei daran einen Masterplan zu entwickeln, um ausländische Studenten gezielt anzusprechen. Mettler hofft, dass diese künftigen Absolventen nach der Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen so begeistert sind, dass sie dereinst in der Schweiz bleiben, und dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu verringern.

Stiftungspräsident Hofstetter weist allerdings auch darauf hin, dass besonders für ausländische Studenten die Wohnpreise in der Schweiz sehr hoch seien und man sich somit auch Gedanken über die Finanzierung machen müsse.

Falls alles nach Plan läuft, startet der neue Studiengang im Herbst 2018, wenn auch das zweite Wohnheim seine Tore öffnet. Sollten die Studentenzahlen weiterhin wachsen, hat es noch freies Land neben den beiden Wohnheimen. Der abtretende Rektor Mettler hat auf der Fahrt zum Spatenstich auf jeden Fall schon mal vom dritten Wohnheim geträumt.

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