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Dem Himmel ein Stück näher

Trotz dichtem Nebel und kühlen Temperaturen war der Alpgottesdienst auf der Alp Egg auf 1204 Metern über Meer gestern Morgen gut besucht. Die Gläubigen und Alphornspieler hatten Glück und blieben vom Regen verschont.

Die Alphornfreunde Jona und Umgebung gestalteten den Freiluftgottesdienst musikalisch.
Die Alphornfreunde Jona und Umgebung gestalteten den Freiluftgottesdienst musikalisch.
Franz Steiner

Rund hundert Gläubige besuchten gestern Sonntag eine Festandacht in der freien Natur – auf rund 1200 Metern über Meer. Den Alpgottesdienst auf der Alp Egg gestaltete der Gommiswalder Pfarreibeauftragte Jürg Wüst zusammen mit Pfarrer Josef Buchmann. Letzterer ist im Ruhestand, hilft allerdings noch in einem 20-Prozent-Pensum in der Seelsorgeeinheit mit. Mit stimmigen Alphornmelodien verschönerten die Alphornfreunde Jona und Umgebung die Eucharistiefeier. Mit dem Stück «Uf de Bänklialp» eröffneten sie um Punkt 11 Uhr die Feier.

Das richtige Mass finden

In seiner Predigt erzählte Jürg Wüst, er habe kürzlich gelesen, dass es laut Forschern nicht mehr lange dauere, bis Computer nebst der höheren Intelligenz die Menschen auch in puncto Kreativität und Lernfähigkeit übertreffen würden. «Es wäre falsch, die technischen Errungenschaften zu verteufeln», sagte er. Entscheidend sei immer, was man daraus mache. Das fange schon im Kleinen an. Das Handy etwa könne er, statt sich davon zu fest ablenken zu lassen, im richtigen Masse für sich und seine Kontakte nutzen.

Von der Seele und vom Herz

Im Evangelium hatten die Bauern nicht alles im Griff, schilderte Wüst in seiner Predigt weiter. «Sie hatten guten Samen und kein Unkraut gesät. Jetzt ist das Unkraut dennoch da.» Wie im Leben könne Positives und Negatives wachsen. «Es muss manchmal aber eine Grenze gezogen werden, wie beim Computer», nahm er wieder auf sein vorgängiges Beispiel Bezug. «Wenn uns Computer auch an Kreativität und Lernfähigkeit übertreffen können, sind wir doch mehr. Wir haben eine Seele. Wir können ein Herz füreinander haben und Empfindungen pflegen, staunen über die Grösse der Welt und der Natur», führte er aus. All dies könne eine Maschine nicht. Das Gleichnis sage den Menschen: «Habt Geduld. Auch wenn nicht alles gelingt, wird die Zeit der Ernte kommen und ihr werdet viel Positives ernten können.»

Im Trockenen geblieben

Mit dem Dankeslied «Grosser Gott, wir loben dich» endete eine eindrückliche Feierstunde auf der Alp Egg, in der die Besucher die Nähe zu Gott in freier Natur intensiv erfahren durften. Trotz schlechten Prognosen blieb der Regen aus.

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