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«Das Strassenprojekt ist ein Gewinn für die ganze Stadt»

Am 19. März stimmen die Bürger über den «Teilabschnitt Knoten St. Gallerstrasse /Feldlistrasse» ab. Der Stadtrat legt die Gründe dar, wieso die Vorlage die Verkehrssituation vor Ort verbessere. Und verweist darauf, dass die Überbauung Jona-Center trotz einer Ablehnung realisiert würde.

Bauchef Thomas Furrer und Stadtpräsident Martin Stöckling (von links) erklären, wie sich der Verkehrsfluss am Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse verbessern soll.
Bauchef Thomas Furrer und Stadtpräsident Martin Stöckling (von links) erklären, wie sich der Verkehrsfluss am Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse verbessern soll.
Sabine Rock

Eines nahm Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) an der gestrigen Pressekonferenz vorweg: Eines Tages werde der Verkehr am Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse kollabieren, wenn die Vorlage an der Urne Schiffbruch erleiden sollte: «Ob mit oder ohne Stadttunnel – die zentrale Ost-West-Achse auf der Neuen Jonastrasse und auf der St. Gallerstrasse bleibt eine vielbefahrene Strecke.» Die Strasse soll in Zukunft aber mehr als eine reine Verkehrsachse sein: «Wir wollen einen attraktiven Stadtraum schaffen», sagte Stöckling.

Mit konkreten Massnahmen soll aus einer reinen Strassenverbindung Lebensraum entstehen, der von der Bevölkerung vielfältig genutzt werden kann. An den Lichtsignalanlagen und stadteinwärts wird eine separate Busspur eingerichtet. Beidseits der Strasse werden durchgehende Radwege gebaut. Zudem sollen attraktive Fussgängerbereiche und sichere Strassenquerungen geschaffen werden.

Falsche Angaben der Gegner

Bauchef Thomas Furrer (parteilos) zeigte mit einer Verkehrssimulation auf, dass der Stau am Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse ohne Umbau und Sanierung im Vergleich zu heute zunehmen würde. Ein Grund hierfür liegt im Mehrverkehr, der durch die Siedlungsentwicklung ausgelöst wird. Dass allein wegen der Grossüberbauung Jona-Center der Mehrverkehr um 30 Prozent zunehmen werde, bezeichnet Furrer als eine falsche Angabe des Referendumskomitees «IG-Jona-Center-Stopp»: In Tat und Wahrheit nehme der Verkehr wegen des Jona-Centers nur um 16 Prozent zu.

«Nach der Realisierung des Projekts wird der Knoten besser funktionieren», konstatierte der Bauchef. Der Mehrverkehr könne aufgenommen werden. Furrer führte aus, wie dank neuen Ampelsteuerungen und längeren Einspurstrecken der Verkehrsfluss verbessert werden soll. Auf diese Weise behindern die vom Osten in die Feldlistrasse einbiegenden Autos den geradeaus zirkulierenden Verkehr nicht mehr.

Gleichzeitig verbessere der Umbau des Knotens die Situation für den Bus, die Velofahrer und für die Fussgänger, sagte Furrer. Der Radverkehr wird stadteinwärts auf einer kombinierten Bus- und Fahrradspur und stadtauswärts auf einer von der Strasse abgesetzten Fläche für den Fuss- und Veloverkehr geführt. Der Strassenraum wird beidseitig durch Baumreihen umfasst. Die Fussgänger können dank Ampeln die Strasse sicher überqueren. Als Knacknuss des Projekts bezeichnete der Bauchef die bestehende Einfahrt zur Amag-Garage: Diese wird zukünftig nur noch von Osten her befahrbar sein.

Die Velofahrer im Vorteil

Die gemeinsame Nutzung innerstädtischer Strassen durch Bus und Velo sei heute breit akzeptiert und unbestritten, sagte Stöckling. «Pro Velo begrüsst das Projekt. Der von den Gegnern vorgeschlagene Radweg in einer Südumfahrung ist nicht effizient. Velofahrer bevorzugen direkte Verbindungen.» Falls die Vorlage abgelehnt würde, müsste die Stadt ein neues Projekt aufgleisen und den Zonenplan neu gestalten. «Klar ist, dass die Überbauung Jona-Center trotz einer Ablehnung realisiert würde», sagte Stöckling.

Das Projekt inklusive Landerwerb kostet fünf Millionen Franken. Der Kostenanteil der Stadt beträgt 1,6 Millionen. Die übrigen Kosten werden vom Kanton getragen. Die Umsetzung dieses Teilabschnitts ist Voraussetzung für die Beitragssicherung des Bundes aus dem Agglomerationsfonds für die Aufwertung der übrigen Teilabschnitte des «Stadtraums Neue Jonastrasse-St. Gallerstrasse».

Am nächsten Montaginformieren die Gegner des Strassenprojekts (das Referendumskomitee «IG-Jona-Center-Stopp»). Am 8. März, um 19 Uhr, orientiert der Stadtrat im evangelischen Kirchenzentrum Rapperswil über das Projekt.

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