Schmerikon

Das Seedorf will neues Bauland schaffen

Umzonungen sorgen für Unmut im Seedorf. Die Gegner verzichten zwar auf ein Referendum gegen die Teilzonenpläne. Allerdings sind weitere Hürden zu meistern: Der Kanton muss die Pläne noch durchwinken. Zudem haben die Einsprecher die Möglichkeit, Rekurs einzureichen.

Einer der neun Teilzonenpläne betrifft das Gebiet Chürzi: Die betroffenen Parzellen befinden sich in der Zone  «Übriges Gemeindegebiet». Geplant ist dort die Einzonung in eine «Wohnzone W2a».

Einer der neun Teilzonenpläne betrifft das Gebiet Chürzi: Die betroffenen Parzellen befinden sich in der Zone «Übriges Gemeindegebiet». Geplant ist dort die Einzonung in eine «Wohnzone W2a». Bild: Michael Trost

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Mit neun Teilzonenplänen soll im Seedorf neues Bauland geschaffen werden. Fünf Einsprachen gegen die Pläne hat der Schmerkner Gemeinderat abgewiesen. Nun können die Einsprecher nach Ablauf der Referendumsfrist beim St. Galler Baudepartement Rekurs gegen den Entscheid des Rats erheben.

Bauprojekte im Fokus

Claudio De Cambio, Gemeindeschreiber in Schmerikon, rechnet damit, dass anfangs Mai die 14-tägige Rekursfrist startet: «Aufgrund der Möglichkeit, dass das Verfahren ans Baudepartement sowie an das Verwaltungs- und Bundesgericht weitergezogen werden kann, dürfte noch einige Zeit verstreichen, bis die Umzonungen umgesetzt werden können.» Dies sei allerdings kein Problem für die Gemeinde, weil derzeit noch einige Projekte am Laufen sind, in denen Bauprojekte realisiert werden können.

Einzonungen haben es schwer

Die Umzonungen könnten derweil auch noch vom St. Galler Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) ausgebremst werden. Denn die Gemeinde Schmerikon hat die Teilzonenpläne aufgrund des Zeitdrucks nicht wie üblich vom Kanton vorprüfen lassen. Offen bleibt denn, ob dieser alle Teilzonenpläne gutheissen wird. So haben es just neue Einzonungen oftmals überaus schwer, durchgewunken zu werden.

De Cambio ist zuversichtlich, dass das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation Ja sagt zu den Umzonungen: «Die Gebiete, die wir einzonen wollen, sind auch im kantonalen Richtplan als Bauland vorgesehen.» Zudem könne dank den Auszonungen die Hortung von Bauland verhindert werden, konstatiert der Gemeindeschreiber.

Kompensation erforderlich

Um an bestimmten Stellen neues Bauland schaffen zu können, muss im Seedorf an anderen Orten Bauland ausgezont werden. Konkret will die Gemeinde Schmerikon bei der Chli Allmeind und in der Chürzi neues Bauland schaffen. Dafür muss allerdings an anderen Stellen als Kompensation hierfür Bauland ausgezont werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.04.2018, 17:05 Uhr

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