Eschenbach

Das Goldingertal ist reich an Sagen und Geschichten

Seit 15 Jahren gehört die Neujahrswanderung der Gemeinde Eschenbach zu einer Tradition. 125 Wanderer machten sich auf die Spuren der Goldinger Sagen.

Einem Tatzelwurm gleich ging es für die interessierten Einwohner der Gemeinde Eschenbach auf die Spuren der Sagen und Geschichten.

Einem Tatzelwurm gleich ging es für die interessierten Einwohner der Gemeinde Eschenbach auf die Spuren der Sagen und Geschichten. Bild: Franz Steiner

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Auf der Eschenbacher Neujahrswanderung begab man sich auf die Spuren der «Sagen und Geschichten» im Goldingertal. Dazu hatte der Gemeinderat und die Kulturkommission Eschenbach am Samstagmorgen geladen. Beim Treffpunkt im Schutt, gleich neben der Atzmännig-Talstation, wurde die grosse Schar der Wanderfreudigen und Wissensdurstigen von Gemeinderätin und Präsidentin der Kulturkommission, Ursula Riederer, willkommen geheissen. Gleich erfuhr man an diesem Ort von Röbi Elser Interessantes rund um den Bergsturz, bei dem 1816 zehn Menschen aus drei Familien ihr Leben lassen mussten. Auf einer Breite von 300 Metern und einer Länge von 1,2 km soll diese Naturkatastrophe um 4 Uhr morgens viel Leid ins Tal gebracht haben. Noch heute sieht man grosse Nagelfluhbrocken, die von diesem Naturereignis stammen. Interessantes rund um Sandstein, Mergel und Nagelfluh wusste Elser als Geologie-Fachmann weiter zu erzählen.Auf dem Wanderweg am Goldinger Bach entlang hat eine Spurgruppe der Kulturkommission am Vortag den Weg durch den Schnee gestapft. Trotzdem war das Auf und Ab für ältere Teilnehmer eine Herausforderung. Viel Interessantes erfuhr man während der Wanderung.

Goldsuche im Tal

So sollen auch Fremde, Venediger nannte man sie, im Goldigertal nach Gold gesucht haben. Über dieses Kapitel wusste Daniel Gübeli Spannendes zu berichten. Und auch die Sage vom «Chinesemannli» wusste zu fesseln. Solche Treffen sind nicht nur schön, um die Neujahrswünsche Bekannten und Freunden weiterzugeben, man erfährt auch immer interessante Geschichten rund um die Gemeinde, die zum Teil auch im Neujahrsblatt nachzulesen sind.

Roland Rymann als dritter Erzähler las alte Überlieferungen von «Christelis Höhle» von der Franzosenzeit anno 1799 vor. Nach einem weiteren kurzen Wegstück freute man sich am Ende der Glärnischstrasse auf den «Güx-Halt» mit der verdienten Stärkung. Hier erzählte Daniel Gübeli alles über die Wasserversorgung und ihre Reservoirs. Gübeli war bis vor der Gemeindefusion am 1. Januar 2013 während 20 Jahren Gemeindepräsident von Goldingen und kennt «seine Gemeinde» natürlich aus dem Effeff. Weiter ging der Weg über die Au, Sack bis zum Endpunkt Dorf. Auch an diesen Standorten wurde Eindrückliches etwa über allemannische Siedlungen, Schäden nach heftigen Gewittern von anno 1911 und 1914 und einem Lawinenniedergang erzählt.

Zum Abschluss der rund dreistündigen Wanderung, die mit Sonnenschein, aber auch in dichten Nebelschwaden das Goldigertal von unterschiedlichsten Facetten zeigte, wurde im Dorfrestaurant Rössli den Teilnehmenden das 16-seitige Eschenbacher Neujahrsblatt verteilt.

(zsz.ch)

Erstellt: 07.01.2018, 16:40 Uhr

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