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CVP verzichtet auf zweiten Wahlgang

Die CVP hat bei den St. Galler Ständeratswahlen eine deutliche Niederlage erlitten. Die Partei verzichtet daher auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang.

Ständeratskandidat Thomas Ammann (CVP) landete gestern auf dem fünften Platz. Die CVP rechnet sich keine Chancen für den zweiten Wahlgang aus.
Ständeratskandidat Thomas Ammann (CVP) landete gestern auf dem fünften Platz. Die CVP rechnet sich keine Chancen für den zweiten Wahlgang aus.

Die St. Galler CVP verzichtet auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang der St. Galler Ständeratswahl vom 15. November. Grund dafür ist das klare Resultat vom Sonntag: CVP-Kandidat Thomas Ammann landete abgeschlagen auf dem fünften Platz.

Ammann wurde nicht nur von der mit einer hohen Stimmenzahl wiedergewählten Karin Keller-Sutter (FDP) distanziert. Er war auch gegenüber Paul Rechsteiner (SP, bisher) und Thomas Müller (SVP) chancenlos und lag selbst hinter Yvonne Gilli (Grüne) zurück.

Damit kommt es am 15. November voraussichtlich zum Duell Rechsteiner gegen Müller. Ob die CVP einen dieser beiden Kandidaten unterstützt, entscheiden die Delegierten. Laut Parteisekretär Ralph Lehner ist das Thema für die nächste Delegiertenversammlung vom 21. Oktober provisorisch traktandiert.

Weshalb setzt die CVP nach dem schlechten Abschneiden Ammanns - der dafür in den Nationalrat gewählt wurde -, nicht auf eine neue Kandidatur für den zweiten Ständeratswahlgang? Man habe sich dazu Gedanken gemacht, sagte Lehner der Nachrichtenagentur sda.

«Kräfte bündeln» für kantonale Wahlen

Nach dem Verzichtsentscheid gelte es jetzt, «die Kräfte zu bündeln für die Kantons- und Regierungsratswahlen», schreibt die CVP im Communiqué. Diese kantonalen Wahlen finden im Februar 2016 statt. In vier Jahren will die Partei dann wieder um einen Sitz im Ständerat kämpfen.

Jahrzehnte lang hatte die CVP einen der beiden St. Galler Ständeräte gestellt, zuletzt von 1999 bis 2011 mit Eugen David. Bei den Wahlen 2011 verpasste David im ersten Wahlgang seine Wiederwahl und zog sich zurück. Den Sitz eroberte im zweiten Wahlgang Paul Rechsteiner (SP).

Die Grünen dürften am 15. November ebenfalls nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten. Laut ihren Kantonalpräsidenten Thomas Schwager entscheidet der Parteivorstand am Montagabend definitiv.

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