Rapperswil/Zürich

Circus Knie mischt sich in die Zürcher Politik ein

Der Circus Knie will die Zürcher Stimmbürger überzeugen, gegen die Initiative für einen freien Sechseläutenplatz zu stimmen.

Der Circus Knie verteilt Flyer.

Der Circus Knie verteilt Flyer. Bild: Keystone/zvg

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Politik und Circus passen eigentlich nur dann zusammen, wenn Politiker an Premieren Circusluft schnuppern. Jetzt mischt sich der Circus Knie aber in eine hochpolitische Debatte ein und macht mobil gegen die Volksinitiative für einen freien Sechseläutenplatz in der Stadt Zürich.

«Wer in Zürich wohnt, will den Zirkus nicht in einer anderen Stadt besuchen», warnt das Familienunternehmen in einem Flyer, der an die Circusbesucher gerichtet ist. «Kein Gastspiel des Circus Knie mehr auf dem Sechseläutenplatz?», fragt sich die Familie Knie gleich selber. Die Besucher der Vorstellung werden auf dem Flyer aufgefordert, sich aktiv für den Circus einzusetzen. «Die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden bald über die zukünftige Nutzung des Sechseläutenplatzes abstimmen. Sie können mithelfen, dass der Circus Knie - zusammen mit anderen traditionellen Anlässen - auf dem Sechseläutenplatz bleibt.» Das Kulturgut solle auch für nachkommende Generationen erhalten bleiben. Eine Verkürzung der Spieldauer oder die Verlegung an einen anderen Ort hätte gravierende Auswirkungen, heisst es.

Die Initianten für einen freien Sechseläutenplatz wollen, dass der Platz an 300 Tagen im Jahr vollständig frei bleibt. Der Gegenvorschlag des Zürcher Stadtrates sieht eine Nutzung von 125 Tagen vor. Ein halb besetzter Platz würde als halber Tag zählen. Alleine für die Vorstellungen des Circus Knie wird der Platz jährlich für 30 Tage genutzt.

Gelassene Initianten

Die Initianten für einen freien Sechseläutenplatz lassen sich von der Circus Knie-Flyeraktion nicht beeindrucken, wie sie auf Anfrage der Zürichsee-Zeitung erklären. Präsident Samuel Hug sagt: «Wir sind nicht gegen den Circus Knie.» Der Stadtrat müsse entscheiden, welche Veranstaltungen auf dem Platz dereinst noch stattfinden dürften. Mit rund 40 Tagen, an welchem Knie den Platz - Aufbau und Abbau inklusive - nutze, sei es aber gut möglich, dass der Circus von der Initiative betroffen wäre und den Platz etwas kürzer nutzen müsste.

(zsz.ch)

Erstellt: 08.05.2017, 19:56 Uhr

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