Zum Hauptinhalt springen

Chiphersteller will Standorte am Zürichsee zusammenlegen

Der österreichische Chiphersteller AMS will seine beiden Designcenter in Rapperswil und Rüschlikon an einem neuen Standort in Kempraten zusammenlegen. Die Kosten dafür veranschlagt AMS mit rund 20 Millionen Franken.

In der Schweiz betreibt AMS seit 2001 ein Designcenter in Rapperswil. Doch den rund 50 Mitarbeitenden ist es in den angemieteten Räumlichkeiten nahe beim Bahnhof mittlerweile zu eng geworden.
In der Schweiz betreibt AMS seit 2001 ein Designcenter in Rapperswil. Doch den rund 50 Mitarbeitenden ist es in den angemieteten Räumlichkeiten nahe beim Bahnhof mittlerweile zu eng geworden.
Michael Trost

«Innovation ist das Wichtigste für einen Halbleiterhersteller wie AMS», sagte Konzernchef Alexander Everke am Dienstag in Zürich anlässlich der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2016. Deswegen werde auch entsprechend in Innovation investiert. Die an der Schweizer Börse SIX kotierte österreichische Industriegruppe unterhält weltweit 20 Designcenter. Hier wird ebenjene Spitzenforschung betrieben, die den neuen Technologien und Produkten bei AMS zum Durchbruch verhelfen soll. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen bei AMS 2016 bei knapp 140 Mio. Franken (Vorjahr: 107,8 Mio. Fr.).

Ehrgeiziges Ausbauszenario

In der Schweiz betreibt AMS seit 2001 ein Designcenter in Rapperswil. Doch den rund 50 Mitarbeitenden ist es in den angemieteten Räumlichkeiten nahe beim Bahnhof mittlerweile zu eng geworden. Das Unternehmen verfolgt deshalb seit geraumer Zeit Pläne, den derzeitigen Standort nach Kempraten zu verlegen, wo ein Neubau entstehen und Platz für bis zu 250 Arbeitsplätzen geschaffen werden soll. Das ehrgeizige Ausbauszenario liegt auch an der kürzlich erfolgten Übernahme von Heptagon, dem weltweit führenden Anbieter für optische Sensorik, durch AMS.

Damit ist das Unternehmen zu einem zweiten Forschungsstandbein respektive Designcenter in der Schweiz gekommen. Denn das weltweite Forschungs- und Entwicklungszentrum von Heptagon mit rund 80 Mitarbeitenden befindet sich ebenfalls am Zürichsee, in Rüschlikon, wo die Firma eingemietet ist.

Umzug für 2019 geplant

Wie AMS-Finanzchef Michael Wachsler-Markowitsch gestern am Rande der Konferenz gegenüber der ZSZ erklärte, sollen die beiden Designcenter von AMS in Rapperswil und Rüschlikon «hoffentlich schon bald am neuen Standort in Kempraten zusammengeführt werden». Dabei wird die Umstrukturierung zu keinen Entlassungen führen, im Gegenteil: «Wir sind nach wie vor auf der Suche nach hellen Köpfen.»

Der geplante Neubau von AMS bei der SBB-Haltestelle Kempraten beinhaltet nach Angaben von Wachsler-Markowitsch auch einen Reinraum, in dem die Anzahl von Schwebepartikeln in der Luft möglichst gering ist. AMS hofft, die neuen Lokalitäten im Laufe von 2019 beziehen zu können: «Wir wollen recht bald los­legen.» Wachsler-Markowitsch geht davon aus, dass die Investitionen für das gesamte Bauprojekt rund 20 Millionen Franken betragen werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch