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Charles Vögele kündigt 100 Mitarbeitern

Jeder dritte Mitarbeiter verliert seinen Job: Charles Vögele entlässt am Hauptsitz in Pfäffikon SZ 100 von 320 Mitarbeitern.

Düstere Aussichten für den Bekleidungskonzern: Charles Vögele sieht sich gezwungen, am Hauptsitz in Pfäffikon 100 Mitarbeiter zu entlassen.
Düstere Aussichten für den Bekleidungskonzern: Charles Vögele sieht sich gezwungen, am Hauptsitz in Pfäffikon 100 Mitarbeiter zu entlassen.
Keystone

Der Verkauf von Charles Vögele an den italienischen Bekleidungskonzern OVS hat erste, schwerwiegende Folgen. Der Modekonzern entlässt am Hauptsitz im schwyzerischen Pfäffikon jeden dritten Mitarbeiter.

Von den rund 320 Angestellten verlieren rund 100 die Stelle, wie Mediensprecherin Nicole Borel eine Meldung von TeleZüri bestätigt. «Wir haben die Mitarbeitenden Anfang Januar informiert und das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren durchgeführt», sagt Borel. Die ersten Kündigungen wurden bereits am Mittwoch ausgesprochen.

«Die Art und Weise der Entlassungen ist unwürdig.»

Giuseppe Reo, Regioleiter Unia

Betroffen seien primär Mitarbeiter der Bereiche Einkauf und Design. Diese Aufgaben werden künftig vom neuen Inhaber OVS in Italien übernommen. Charles Vögele beschäftigt insgesamt über 6000 Mitarbeiter. «Für die betroffenen Mitarbeiter wurde ein branchenüblicher Sozialplan ausgearbeitet», sagt Borel. Gewerkschaften wurden wegen des fehlenden Gesamtarbeitsvertrages bei der Ausarbeitung des Sozialplans nicht beigezogen.

Kritisch reagiert die Gewerkschaft Unia auf die Entlassungen. Regioleiter Giuseppe Reo sagt: «Die Art und Weise der Entlassungen ist unwürdig.» Die Rechte der Mitarbeitenden seien mit Füssen getreten worden. Verhandlungen habe Vögele verwehrt, den Sozialplan einseitig definiert und aus Sicht der Unia gar gesetzliche Vorgaben missachtet. Dieser Haltung werde man nicht tatenlos zuschauen.

Zudem wurde heute bekannt, dass Charles Vögele 15 Immobilien in Zentrumslagen dem Industriellen Hansjörg Wyss verkauft hat. Laut «Handelszeitung» beträgt der Transaktionspreis 169 Millionen Franken.

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