Rapperswil-Jona

Grossprojekte nehmen erste Hürde

An der Bürgerversammlung in Rapperswil-Jona standen am Donnerstag zwei Themen im Fokus: Die Neugestaltung des Schwimmbads Lido und eine Investorenlösung für das Pflegezentrum Schachen. Eine Überraschung gab es zu Beginn.

So soll das Lido dereinst aussehen.

So soll das Lido dereinst aussehen. Bild: Visualisierung / pd

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«Für Familien und Aktive haben wir über die Badi befunden, für die älteren Menschen über das Alterszentrum.» Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) fand dies einen «schönen Gedanken» mit dem er die Bürgerversammlung vom Donnerstagabend abschliessen konnte. Stöckling und seine Stadtratskollegen dürften denn mit dem Abend auch zufrieden sein. Sowohl das Millionenprojekt für die Modernisierung des Schwimmbades Lido sowie der Projektierungskredit für das Alterszentrum Schachen wurden von den rund 470 anwesenden Stimmbürgern gutgeheissen.

Weil beide Projekte Kosten über fünf Millionen Franken verursachen, müssen die Stimmbürger über die zwei Vorlagen aber noch an der Urne entscheiden. Der Baukredit für das Schwimmbad Lido beträgt knapp 28 Millionen Franken. Jener für den Projektierungskredit für das Alterszentrum Schachen knapp acht Millionen. Die Urnenabstimmungen zu den beiden Bauvorhaben finden voraussichtlich am 25. November 2018 statt.

Finanzieller Spielraum beschränkt

In einer weiteren Abstimmung haben die Stimmbürger entschieden, die Finanzkompetenzen der Bürgerversammlung nicht auszubauen. Der Stadtrat hatte beantragt, die Kreditgrenze von fünf auf siebeneinhalb Millionen Franken zu erhöhen, um der Bürgerversammlung mehr finanziellen Spielraum zu geben.

Die Stimmbürger folgten dem Stadtrat jedoch nicht und nahmen dafür einen Antrag der Grünliberalen an. Es sei nicht richtig, dass lediglich drei bis vier Prozent der Stimmbürger über Grossprojekte befinde, gab GLP-Vizepräsident Tobias Uebelhart zu bedenken. «Solche Projekte müssen breiter abgestützt sein und das geht nun einmal nur in Form einer Urnenabstimmung.» Über Ausgaben von mehr als fünf Millionen Franken wird daher in Rapperswil-Jona weiterhin an der Urne befunden. (zsz.ch)

Erstellt: 06.09.2018, 22:58 Uhr

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