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Bundesamt für Verkehr gibt grünes Licht für Doppelspur

Das Bundesamt für Verkehr hat den Doppelspurausbau der Bahnstrecke zwischen Uznach und Schmerikon bewilligt. Gibt es keine Einsprachen, könnten die Bauarbeiten im September starten.

Der Bund hat den Doppelspurausbau zwischen Uznach und Schmerikon bewilligt. Gibt es keine Einsprachen, könnten die Bauarbeiten im September starten.
Der Bund hat den Doppelspurausbau zwischen Uznach und Schmerikon bewilligt. Gibt es keine Einsprachen, könnten die Bauarbeiten im September starten.
Archiv Moritz Hager

Ab 2020 soll alles besser werden. Zumindest für die Zugpassagiere im Linthgebiet. Deshalb hat der Kanton St.Gallen in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bund, den Transportunternehmen und der Region Zürichsee-Linth als Vertreterin der Gemeinden das Konzept Stadtbahn Obersee entwickelt.

Dieses sieht mehr Direktverbindungen in der Region und eine Beschleunigung der Verbindung St.Gallen-Rapperswil vor. Wichtigste Voraussetzung für das verbesserte Angebotskonzept: Die Realisierung des Doppelspurausbaus auf der Strecke Uznach-Schmerikon. Hierfür hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) nun die Baubewilligung erteilt.

Verstreicht die Beschwerdefrist von 30 Tagen ungenutzt, wird die Verfügung rechtskräftig und die Bauarbeiten können noch im September 2018 starten. Das verbesserte Angebot soll dann im Dezember 2020 eingeführt werden.

151 statt 81 Züge

Ursprünglich hatten die SBB vorgesehen, das neue Gleis bereits im Dezember 2019 in Betrieb zu nehmen. Aufgrund von Einsprachen seitens der Standortgemeinden Schmerikon und Uznach sowie einer Privatperson verzögerte sich dieser Plan jedoch bereits um ein Jahr.

Als dann die Gemeinde Schmerikon Anfang Juni darüber informierte, dass trotz intensiver Verhandlungen und einem gemeinsamen Augenschein vor Ort aller Parteien keine Einigung habe erzielt werden können, schien eine erneute Verzögerung Tatsache. Umso überraschender kommt die Baubewilligung des BAV. Beim Kanton nimmt man die Neuigkeit freudig auf. «Wir hoffen, dass es nun vorwärts geht», sagt Patrick Ruggli, Leiter des kantonalen Amts für öffentlichen Verkehr.

Ist die 2,8 Kilometer lange Strecke zwischen Uznach und Schmerikon dereinst zweispurig können täglich bis zu 151 Züge verkehren. Heute sind es deren 81. 55 Millionen-Franken kostet die Umsetzung des Projekts. Finanziert wir dieses vom Bund. Mit der Realisierung der Doppelspur wird das Bahnangebot zwischen Uznach und Rapperswil auf vier stündliche Zugpaare verdoppelt und für alle Bahnhöfe zwischen Ziegelbrücke und Rapperswil der Halbstundentakt eingeführt. Die S4 (Linie St.Gallen-Uznach) wird nach Rapperswil verlängert.

Beschwerdestelle gefordert

So viele Vorteile der Doppelspurausbau auch mit sich bringt, bis es soweit ist, müssen die Pendler sowie Anwohner der beiden Standortgemeinden auch mit Einschränkungen rechnen. Das BAV hält in seinem Bericht zur Baubewilligung darum fest, dass die SBB die betroffene Bevölkerung über den Gang der Bauarbeiten in geeigneter Weise (Flugblatt, Radio, Lokalzeitungen), insbesondere über besonders immissionsträchtige Bauphasen, frühzeitig zu informieren hat.

Bei der örtlichen Bauleitung sei zudem für Reklamationen oder Hinweise im Zusammenhang mit den Bauarbeiten eine Anlaufstelle einzurichten und der Bevölkerung bekannt zu geben.

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