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Bank Linth steigert Gewinn deutlich

Die Bank Linth hat den Schwung der ersten sechs Monate in die zweite Jahreshälfte mitgenommen und den Gewinn für 2017 markant erhöht. Der Erfolg ist breit abgestützt: Alle wichtigen Ertragspfeiler trugen zum positiven Ergebnis bei.

Die Bank Linth auf dem Erfolgspfad: Die Regionalbank mit Sitz in Uznach hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld verdient — und dies in allen Segmenten und Regionen.
Die Bank Linth auf dem Erfolgspfad: Die Regionalbank mit Sitz in Uznach hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld verdient — und dies in allen Segmenten und Regionen.
Keystone

Als «sehr zufrieden» bezeichnete sich Bank-Linth-Geschäftsleiter David Sarasin gestern mit dem Geschäftsjahr 2017 der Uzner Regionalbank, dem besten seit fünf Jahren. Seit 2013 ist der Netto­gewinn unentwegt gestiegen, insgesamt um 45 Prozent. Der positive Eindruck, der sich per Mitte Jahr abzeichnete, hat sich im zweiten Halbjahr noch verstärkt. Die Bank wuchs ertragsmässig in allen Bereichen – sowohl im Zinsengeschäft als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft, den drei wichtigsten Ertragspositionen bei der Bank Linth (siehe Kasten).

Von Negativzinsen profitiert

Auch auf der Kostenseite zeigte sich die Bank Linth mit ihren rund 230 Mitarbeitenden im Berichtsjahr diszipliniert. Der Vorjahresstand konnte gehalten werden. Insbesondere die Refinanzierungskosten – die Beschaffung von frischem Kapital als Ausgleich für die Kreditvergaben – sanken nach Angaben von Sarasin massiv. Auf dem Interbankenmarkt – bei dem die Banken einander Geld ausleihen – profitierte die Bank Linth von den Negativzinsen: «Es ist verrückt, andere Banken geben uns Geld und zahlen noch etwas dafür.» Einzig bei den Sachkosten kam es zu einer leichten Überschreitung des Budgets. Hier machte sich 2017 der Einfluss des Bauprojekts bei der Geschäftsstelle in Rapperswil bemerkbar: «Wenn der eine Handwerker etwas schneller ist, stellt er früher Rechnung, der andere halt etwas später.» Daraus ergaben sich laut Sarasin gewisse Verschiebungen der Kosten. Das Gesamtprojekt in Rapperswil – derzeit werden die Fassaden erneuert – sei aber nicht teurer ausgefallen.

Die Sanierung des 1969 erstellten Gebäudes inklusive der Totalerneuerung der Haustechnik und der Gewerberäume sowie der drei Dachwohnungen beläuft sich nach Angaben des Projektleiters in der Geschäftsleitung der Bank Linth, Roland Greber, auf sechs Millionen Franken. Dazu kommen Kosten für die Asbestsanierung von 0,7 Millionen. In der Isolation der Geschäftsstelle Rapperswil wurden 2016 asbesthaltige Eternitplatten gefunden. Die Bauarbeiten sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass das Budget eingehalten werden kann. Der Wiedereinzug der Mieter ist für das vierte Quartal 2018 geplant. Das gesamte Objekt ist laut Sarasin bereits wieder vermietet. Die Bank Linth beansprucht nur noch das Erdgeschoss und den ersten Stock für sich.

Marktgebiet wird erweitert

Die Erträge auf allen Ebenen gesteigert – die Kosten im Griff: Aus dieser Entwicklung ergibt sich für die Bank Linth für 2017 ein Reingewinn von 22,6 Millionen Franken, ein Zuwachs von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Massgeblich dazu beigetragen hat das auch im Marktvergleich hohe Wachstum im Kreditgeschäft. Das in den letzten Jahren vergrösserte Einzugsgebiet der Bank – vor allem im Raum Winterthur – hat nach Angaben von Sarasin dazu geführt, «dass wir an mehr Kunden herankommen». Rund 95 Prozent der Kundschaft der Bank Linth ist im Schweizer Markt tätig.

Im Juni hat die im Mehrheitsbesitz der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) stehende Bank ihren Hauptsitz und die Geschäftsstelle in Uznach nach einem Jahr Umbauzeit wieder in Betrieb genommen. Im Mai eröffnet der Standort Frauenfeld. In Siebnen ist das bestehende Geschäftsstellenteam Anfang Jahr in ein neues Gebäude gezogen. Basierend auf dem Konzept der Umstellung von der klassischen Schalter- zur Beraterbank, plant die Bank Linth bis Ende 2018 an 13 von insgesamt 19 Standorten einen neuen Auftritt. Bis 2020 soll die gesamte Umbauphase abgeschlossen sein. Die Investitionen bewegen sich auf dem Niveau eines Jahresgewinns – also rund 20 Millionen.

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