Uznach

Bank Linth steigert Gewinn markant

Die Bank Linth hat im ersten Halbjahr den Gewinnerhöht – trotz hoher baulicher Investitionen am Hauptsitz. Das Wachstum ist breit abgestützt: Alle Ertragspositionen legten zu. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank ein solides Ergebnis.

Trotz den erheblichen Mehrkosten durch die Hauptsitz-Renovation in Uznach fällt das Halbjahresergebnis der Bank Linth positiv aus.

Trotz den erheblichen Mehrkosten durch die Hauptsitz-Renovation in Uznach fällt das Halbjahresergebnis der Bank Linth positiv aus. Bild: Archiv Manuela Matt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Bank Linth weist nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2016, in dem sie weniger verdiente, für das erste Halbjahr 2017 ein deutlich besseres Ergebnis aus. Die grösste Ostschweizer Regionalbank konnte ihren Geschäftsertrag auf 46,7 Mio. Franken (+9,5%) und ihren Nettogewinn auf 10,8 Millionen (+7,2%) steigern. Besonders erfreulich: Alle Ertragspositionen erfuhren eine Steigerung. Die Bank Linth verdiente sowohl im Kreditgeschäft, als auch im Anlage- und im Handelsgeschäft mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Hauptgeschäft mit den Zinsen, in dem die Bank Linth rund 70% ihrer Erträge erwirtschaftet, steht das Institut aber weiterhin unter Druck. «Das Zinsumfeld bleibt anspruchsvoll», sagte Geschäftsleiter David Sarasin am Donnerstag in Rapperswil. Trotz Negativzinsen — bei denen Sarasin davon ausgeht, dass die jetzige Situation noch bis Ende 2019 anhalten wird — und Margenverengung gelang es der Bank, für die ersten sechs Monaten im Zinsengeschäft einen Erfolg von 32,1 Millionen (+4,1%) auszuweisen.

Die Zinsmarge auf der Gesamtbilanz habe gehalten werden können, erklärte Sarasin. Geholfen habe dabei das über dem Marktwachstum liegende Kreditwachstum (siehe auch Kasten). Zudem habe es die Bank Linth geschafft, den Zinsaufwand zu reduzieren. Bei letzterem stellt sich für den langjährigen Bankleiter allerdings die Frage, «wie lange sich dieser noch reduzieren lässt».

Höherer Geschäftsaufwand

Auf der Kostenseite führten die mit der umfassenden Sanierung des Hauptsitzes der Bank Linth in Uznach verbundenen Aufwände sowie Investitionen in die Erneuerung der digitalen Kanäle zu einem gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 11,6% höheren Sachaufwand von 14,5 Mio. Franken. Der Personalaufwand blieb stabil. Insgesamt erhöhte sich der Geschäftsaufwand im ersten Halbjahr 2017 um 5,3% auf 30,6 Mio. Franken. Sarasin ist davon überzeugt, dass sich diese Investitionen langfristig auszahlen werden, «damit die Bank auch in Zukunft auf Erfolgskurs bleibt».

Im Juni konnte die Bank Linth mit ihren 90 Mitarbeitenden, die in der Zentrale tätig sind, den «neuen» Hauptsitz und die Geschäftsstelle in Uznach nach einer Bauzeit von einem Jahr wieder beziehen. Bis 2020 sollen alle 19 Geschäftsstellen zwischen Winterthur und Bad Ragaz nach dem Vorbild der Mitte 2015 in Betrieb genommenen Beraterfiliale Sargans zur «Bank der Zukunft» umfunktioniert werden. Insgesamt stellt die Bank Linth für den geplanten oder bereits erfolgten Umbau der Geschäftsstellen in Uznach, Rapperswil und Siebnen 12 Mio. Franken zur Verfügung. In Rapperswil startet der Umbau nach dem unliebsamen Asbestfund vom vergangenen Dezember im September.

Mehr Devisentransaktionen

Den Effort für die Modernisierung der baulichen Infrastruktur machte die Bank Linth im ersten Halbjahr 2017 durch die erwähnten Verbesserungen im Zinsgeschäft, vor allem aber auch im Kommissions- und Dienstleistungs- sowie im Handelsgeschäft mehr als wett. In letzterem tätigte die im Mehrheitsbesitz der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) stehende Regionalbank vermehrt Devisentransaktionen.

Der Ertrag in dem Bereich stieg um 9,8% auf 3,2 Mio. Franken. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultierte ein Plus von 10,6% auf 9,7 Millionen. Dies ist nach Angaben von Sarasin zum einen auf eine neu lancierte Anlagelösung, zum anderen auf die generell freundlichere Stimmung an der Börse zurückzuführen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.08.2017, 16:52 Uhr

Erstes Halbjahr 2017 in Zahlen

Die Bank Linth hat im ersten Halbjahr 2017 einen gegenüber der Vorjahresperiode um 7,2% höheren Reingewinn von 10,8 Mio. Franken erwirtschaftet. Der Geschäftsertrag stieg um 9,5%, wie die grösste Ostschweizer Regionalbank am Donnerstag rapportierte. Dazu trugen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Zuwachs von 10,6% sowie das Zinsengeschäft mit einem Plus von 4,1% bei. Die Kundenausleihungen, bestehend aus Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen, legten im ersten Halbjahr um 2,3% auf 5,74 Mrd. Franken zu. Die Hypothekarforderungen allein nahmen um 2,5 % zu. Das Eigenkapital wuchs um 1,0% und lag Ende Juni bei 457,5 Mio. Franken, was einer soliden Eigenmittelausstattung entspricht.

Im Bereich der Nettoneugelder resultierte für die Bank Linth — trotz Bruttozuflüssen auf dem Niveau der Vorjahre — im ersten Semester ein Nettoabfluss von 134,2 Millionen. Der Grund hierfür liegt (fast) ausschliesslich beim Abgang eines einzelnen grossen institutionellen Kunden. Das Total der verwalteten Kundenvermögen stieg von 6,8 Milliarden auf 6,9 Mrd. Franken.

Unter gleichbleibenden Marktbedingungen geht die Bank Linth von einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf und einem soliden Jahresergebnis für 2017 aus. An der Börse wurden die Zahlen der Bank mit leichten Abschlägen quittiert. (ths)

Artikel zum Thema

Bank Linth kämpft mit Margendruck

Uznach Die Bank Linth hat 2016 etwas weniger verdient. Allerdings stiegen die Erträge aus dem Zinsengeschäft trotz des anhaltenden Margendrucks auch im letzten Jahr. Die hohen Investitionen in die Modernisierung des Filialnetzes wurden durch den Verkauf einer Liegenschaft in Stäfa kompensiert. Mehr...

Frischzellenkur für Bank-Linth-Hauptsitz

Uznach Nach 30 Jahren wird das Bankgebäude am Hauptsitz der Bank Linth umfassend saniert. Während der knapp einjährigen Bauzeit beziehen die Mitarbeitenden ab Juni neue Lokalitäten. Mehr...

Asbestfund bei Bank Linth verzögert die Sanierung

Rapperswil-Jona Statt der geplanten Fassadenerneuerung wird das Gebäude der Bank Linth in Rapperswil innen und aussen saniert. Dies nachdem in der Isolation Asbest gefunden wurde. Die Mieter müssen das Gebäude ein Jahr lang verlassen. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.