Zum Hauptinhalt springen

Bäume sind anfälliger für Borkenkäfer

Die Förster der Region müssen die nächsten ­Monate die Fichten stärker im Auge behalten: Weil die Bäume vom heissen Sommer des letzten Jahres geschwächt sind, zeigen sie sich anfälliger für Borkenkäfer. In einigen Gebieten stellen die Förster nun Fallen auf – doch diese sind umstritten.

Den Borkenkäfern soll der Garaus gemacht werden.
Den Borkenkäfern soll der Garaus gemacht werden.
Michael Trost

Sie sind das Schreckensgespenst der Förster: Jetzt, wo es warm wird, schwärmen in den Wäldern die Bor­ken­käfer aus. Ihr Ziel sind schwache und kränkelnde Fichten. Um ihre Eier abzulegen, fressen sich die Schädlinge durch die Borke, also die Rinde oder das äus­sere Holz eines Baumes. Das Re­sul­tat: Die Baumkronen verfärben sich, werden dürr und schütter und schliesslich fast kahl. Die ersten Opfer des Borkenkäfers haben Förster im Linth­gebiet bereits gesichtet. Vereinzelt zwar nur, doch die befal­lenen Bäume – es sind aus­schliess­lich Fichten – lösen bei den Förstern ein ungutes Gefühl aus. «Man muss die Bäume jetzt genau beobachten», sagt Albert Bianchi, Revierförster im Gebiet Ben­ken, Schänis-Süd und Uznach. Denn die Prognosen stehen schlecht. Der heisse Sommer des letzten Jahres und der damit ver­bun­dene Wassermangel haben die Fichten geschwächt. Dadurch sind sie anfälliger für den Buch­dru­cker – jene Borkenkäferart, die im Linth­gebiet am meisten verbreitet ist.Und noch etwas hat an den Kräf­ten der Fichten gezehrt: Fichten blühen in der Regel nur alle drei bis vier Jahre. Dabei ­gehen die weiblichen Blüten in Zapfen über. «Letztes Jahr war ein solches Zapfenjahr», weiss ­Reto ­Bless, Revierförster in Kalt­brunn und Schänis-Nord. «Dafür benötigte die Fichte zusätzlich Energie und Wasser.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.