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«Ausgegrenzt habe ich mich nie gefühlt»

Auf die Frage, was ihn an Benken störe, fällt ihm nichts ein. Dennoch packt Bruno Paradowski manchmal das Heimweh nach Australien.

Kreativer Kopf: Bruno Paradowski in seiner Werkstatt. Das Schild für die Bar der Theatergruppe Commedia Adebar hat er sich ausgedacht und auch gleich gestaltet.
Kreativer Kopf: Bruno Paradowski in seiner Werkstatt. Das Schild für die Bar der Theatergruppe Commedia Adebar hat er sich ausgedacht und auch gleich gestaltet.
Manuela Matt

Den Einfall hatte Bruno Paradowski während einer Theaterprobe. Noch heute muss er schmunzeln über den Hintersinn. Auf dem Schild steht «A de Bar», und es wies einst auf eine Theaterbar der Commedia Adebar hin. Nicht nur für die Uzner Theatergruppe um Regisseurin Barbara Schlumpf hat Paradowski bis vor drei Jahren Logos, Plakate und Bühnenbilder gestaltet. Es gibt kaum einen Benkner Verein, für den er in den letzten Jahrzehnten nicht ein Signet, einen Flyer oder ein Inserat entworfen hat. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können. Paradowski kam 1950 auf der anderen Seite des Erdballs, im australischen Sale in der Nähe von Melbourne, zur Welt. Dorthin waren seine Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg ausgewandert. Paradowskis Vater war als polnischer Flüchtling in der Nähe von Benken interniert gewesen und hatte dort seine Frau, eine geborene Glaus, kennengelernt. Als Bruno Paradowski anderthalb Jahre alt war, starb der Vater nach einem Unfall. Es dauerte ein Jahr, bis die Mutter das Geld beisammen hatte, um mit den drei Kindern in die Schweiz zurückzukehren. Anfangs wohnte die Familie im Elternhaus der Mutter an der Giessenstrasse. Nachher an verschiedenen Orten quer durch das Dorf. Im Grosselternhaus wohnt Bruno Paradowski auch heute wieder. Sein Urgrossvater sei im Nebenamt Mauser gewesen, erzählt er. Die Familie habe deswegen den Beinamen «s Müüserlis» gehabt.

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