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Feuerwehr verhindert schlimmere Umweltverschmutzung

Mehrere hundert Liter Dieselöl sind am Donnerstag in Kaltbrunn im Erdreich versickert. Auslöser war eine Überschwemmung im Heizungsraum des Asylheims Grafenau. Der Sachschaden dürfte sich auf mehrere zehntausend Franken belaufen.

Mehrere hundert Liter mit Dieselöl verschmutztes Wasser sind am Donnerstag in Kaltbrunn in die Umwelt gelangt.
Mehrere hundert Liter mit Dieselöl verschmutztes Wasser sind am Donnerstag in Kaltbrunn in die Umwelt gelangt.
Michael Trost
Um die Erde vom Schmutz zu befreien waren Baggerarbeiten notwendig. Zurück geblieben ist dieses Loch.
Um die Erde vom Schmutz zu befreien waren Baggerarbeiten notwendig. Zurück geblieben ist dieses Loch.
Michael Trost
Auslöser des Ganzen waren die starken Regenfälle der letzten Tage im Gebiet rund um das Kaltbrunner Riet.
Auslöser des Ganzen waren die starken Regenfälle der letzten Tage im Gebiet rund um das Kaltbrunner Riet.
Michael Trost
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Die heftigen Regenfälle der letzten Tage haben in der Umgebung des Kaltbrunner Riets Folgen. Durch den hohen Wasserdruck kam es in der Nacht auf Donnerstag in der Liegenschaft des Asylheims und ehemaligen Schweinestalls an der Grafenaustrasse zu einer Überschwemmung. «Das Wasser ist in den Heizungsraum des Gebäudes eingedrungen. Durch die Kraft wurde wohl einer der Dieselöltanks umgeworfen», sagt Markus Schwizer, Gemeindepräsident von Kaltbrunn.

In der Folge vermischte sich das eingedrungene Wasser mit dem gelagerten Dieselöl. Wie das Gemisch darauf ins Freie gelangte, ist Gegenstand der momentanen Ermittlungen der Kantonspolizei St.Gallen.

Diese erhielt am Donnerstagnachmittag die Meldung von Dieselgeruch. «Die Beamten vor Ort stellten daraufhin die Verschmutzung der umliegenden Strassen und Sickergruben durch mehrere hundert Liter Dieselöl fest und alarmierten umgehend die Feuerwehren Kaltbrunn und Uznach», erzählt Florian Schneider, Pressesprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Auf diese Weise sei es gelungen, rechtzeitig Bachsperren zu errichten, damit sich das Dieselöl nicht weiter verteilen konnte. Auch das Pumpwerk Grynau habe rechtzeitig ausser Betrieb genommen werden können.

Arbeiter pumpte Wasser ab

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen haben man noch am gleichen Tag das kontaminierte Erdreich abgetragen, erklärt Schneider das weitere Vorgehen. Die verschmutzte Erde sei daraufhin in einer Sonderdeponie entsorgt worden. Dabei handelt es sich gemäss Schneider um eine Menge, mit der man rund die Hälfte eines Fussballfeldes überdecken könnte.

Im Moment laufen nun die Analysen des Amtes für Umwelt. Lasse sich das Öl in den Bodenproben noch nachweisen, müsste das Erdreich weiter abgetragen werden, sagt Schneider. Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Konkret gehe es darum herauszufinden, wie genau es zum Vorfall habe kommen können und wer dafür die Verantwortung zu tragen hat, erklärt Schneider. Der Fall werde hierzu an die Staatsanwaltschaft übergeben. Zur Zeit gehe man davon aus, dass das verschmutzte Wasser von einem Arbeiter der betroffenen Liegenschaft ins Freie gepumpt wurde. Dieser habe nach derzeitigem Wissenstand allerdings im Auftrag einer weiteren Person gehandelt.

«Glück im Unglück»

So oder so, fest steht: «Das verschmutzte Wasser hätte unter keinen Umständen in die freie Natur gepumpt werden dürfen. Hier hätten umgehend Fachkräfte alarmiert werden müssen, die die kontaminierte Flüssigkeit korrekt beseitigen und entsorgen können.» So aber belaufe sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend bis gar hunderttausend Franken, mutmasst Schneider.

Welche Auswirkungen der Vorfall auf die Umwelt hat, kann derzeit noch nicht abschliessend beurteilt werden. Gemeindepräsident Markus Schwizer, spricht allerdings von Glück im Unglück. «Das verschmutzte Wasser ist dank der raschen Massnahmen in keine Naturgewässer gelangt.» Daher schätze er die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt als einigermassen gering ein. Definitive Sicherheit werde man aber erst anfangs nächster Woche haben.

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