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FCRJ hofft auf Milde der ­Fussballrichter

Weil der FCRJ die Auflagen der Swiss Football League bisher nicht erfüllt hat, hat diese den Club angezeigt. Im schlimmsten Fall droht der Lizenzverlust.

Die Lizenz für die Challenge League ist an Auflagen geknüpft, welche bis jetzt nicht erfüllt wurden. Eine Sammeleinsprache von Anwohnern verzögert den dringend nötigen Stadionausbau weiter.
Die Lizenz für die Challenge League ist an Auflagen geknüpft, welche bis jetzt nicht erfüllt wurden. Eine Sammeleinsprache von Anwohnern verzögert den dringend nötigen Stadionausbau weiter.
Archiv David Baer

Die Swiss Football League (SFL) zeigt vier Challenge League-Vereine wegen der Nichterfüllung einer Auflage aus dem Lizenzverfahren an. Einer der Klubs ist der FC Rapperswil-Jona (FCRJ).

Die Anzeige stütze sich auf das Lizenzreglement der Liga, wie Silvio Kern, Mediensprecher der SFL erklärt, und sei der formell nächste Schritt in Lizenzverfahren. «Zum Zeitpunkt der Lizensvergabe konnte der FCRJ nachweisen, dass er die baulichen nötigen Massnahmen an der Stadionbeleuchtung in Angriff nehmen werde.» Nun sei die von der SFL erteilte Frist aber verstrichen, ohne dass die Auflage erfüllt wurde. «Die logische Folge davon ist die Anzeige.»

Von Verwarnung bis Lizenzverlust ist alles möglich

In der gleichen Lage wie der FC Rapperswil-Jona sind auch die Challenge League-Klubs FC Chiasso, FC Wil und FC Wohlen. In allen vier Fällen wird nun die Disziplinarkommission der SFL während den nächsten vier Wochen beurteilen, ob die Nichterfüllung der Auflage zu sanktionieren ist. Die möglichen Konsequenzen reichen von einer einfachen Verwarnung, über ein Bussgeld bis hin zu einem Punkteabzug oder dem endgültigen Verlust der Ligalizenz.

Beim FCRJ hofft man derweil aber, ohne Schaden aus der Sache herauszukommen. «Im Gegensatz zu Chiasso, Wil und Wohlen hatten wir gar nicht die Möglichkeit rechtzeitig zum Saisonstart mit allen baulichen Massnahmen fertig zu sein», sagt FCRJ Mediensprecher Rolf Lutz. Zudem habe sich der Verein willig gezeigt und alle möglichen Vorkehrungen getroffen. «Wir erwarten, dass die Disziplinarkommission dies berücksichtigt.»

«Für die Liga zählt lediglich der Status quo»

Das Baugesuch für die Erweiterung der Beleuchtung im Stadion Grünfeld wurde von der Stadt Ende Juni aufgelegt. Gegen den Ausbau der Lichtanlage wurde jedoch eine Sammeleinsprache erhoben. Die Anwohner der nahen Liegenschaften befürchten eine Beeinträchtigung der Wohnqualität durch die geplante Erhöhung der Lichtmasten. Dadurch verzögert sich der Baubeginn zusätzlich. Weil der Baukredit für die neue Lichtanlage höher als 700 000 Franken ist und so dem fakultativen Referendum untersteht, kann die Stadt den Ausbau des Stadion Grünfeld ohnehin nicht unmittelbar umsetzen.

Dennoch hält es Silvio Kern für möglich, dass der FCRJ mit einem blauen Auge davon kommt. «Für die Liga zählt lediglich der Status quo. Die Disziplinarkommission aber kann den Einzelfall beurteilen.» Gut möglich also, dass der FCRJ trotz der Anzeige keine weiteren Folgen zu befürchten hat.

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