Rapperswil-Jona

Anzeige der Liga: Der FCRJ kommt mit blauem Auge davon

Weil die Flutlichtanlage im Grünfeld nicht den Anforderungen entspricht erhält der FC Rapperswil-Jona einen Verweis. Drei andere Vereine der Challenge League büsst die Fussballliga wegen ähnlichen «Vergehen». Der FCRJ profitiert davon, der Neuling der Liga zu sein.

Welpenschutz für den FCRJ: Obwohl die Beleuchtung im Stadion Grünfeld der Swiss Football League (SFL) nicht genügt, kommen die Rosenstädter mit einem Verweis davon. Begründung: Als Liga-Neuling habe der Club weniger Zeit gehabt die Auflagen umzusetzen.

Welpenschutz für den FCRJ: Obwohl die Beleuchtung im Stadion Grünfeld der Swiss Football League (SFL) nicht genügt, kommen die Rosenstädter mit einem Verweis davon. Begründung: Als Liga-Neuling habe der Club weniger Zeit gehabt die Auflagen umzusetzen. Bild: Archiv David Baer

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Verweis statt Busse oder Lizenzverlust: Der FC Rapperswil-Jona (FCRJ) hat noch einmal Glück gehabt. Der Ausbau der Flutlichtmasten auf 500 Lux stockt, weil Nachbarn des Stadions Grünfeld Einsprache erhoben haben. Doch der Ausbau ist zwingend, um eine Spiellizenz zu erhalten. So bestimmt es die Swiss Footballl League (SFL) in ihrem Stadionkatalog der Kategorie B, welche für Spiele der Challenge League gilt.

Hintergrund ist, dass das stärkere Licht nötig sein soll, um Fernsehübertragungen der Abendspiele in guter Qualität zu senden. Dass für einen Aufsteiger dabei dieselben Regeln gelten, wie für langjährige Nati B-Klubs, erstaunt. Doch tatsächlich hat die Disziplinarkommission der SFL dies im Verfahren berücksichtigt. Der Neuling FCRJ erhält bloss einen Verweis, während Chiasso und Wohlen mit je einer Busse von 5000 Franken belegt werden. Wil muss 3000 Franken zahlen.

Aufsteigerbonus

Die Begründung für die unterschiedliche Behandlung: Der FCRJ hatte weniger Zeit, die Vorgaben umzusetzen, als die anderen Vereine. Tatsächlich wäre es zeitlich knapp geworden, den Ausbau auch ohne Einsprachen rechtzeitig zu schaffen. Das Baugesuch lag erst im Juni auf, wenige Tage nachdem der FCRJ den Sprung in die zweithöchste Liga geschafft hatte. Schon im Juli startete die neue Saison.

FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli zeigt sich erleichtert über das eher milde Urteil. «Das war für uns eine ungewisse Zeit. Wir gingen jeden Abend mit einem unguten Gefühl schlafen», sagt er auf Anfrage. Dass die Disziplinarkomission beim FCRJ einen anderen Masstab angesetzt hat, als bei den anderen Vereinen, liegt für Delli Colli «in der Natur der Sache». Als Aufsteiger sei man in einer anderen Situation gewesen. Die anderen Klubs hätten schon seit drei Jahren gewusst, dass die neuen Masten für diese Saision bereit sein müssen.

Nun müsse der Verein die Anforderungen des Profils erfüllen, sagt der Präsident. Ein Entgegenkommen der Liga erwartet er nicht. «Die Anforderungen werden kaum sinken. Wenn schon, dann müssen wir uns auf einen strengeren Katalog einstellen müssen», meint Delli Colli.

Gespräche im September

Im Grünfeld läuft die Planung über die Stadt Rapperswil-Jona, so wie bei den anderen Vereinen. Das Stadion gehört der Stadt. Ob und wann der Ausbau auf 500 Lux beginnen kann, ist zurzeit noch völlig unklar. Bauvorstand Thomas Furrer (parteilos) sagt gegenüber der ZSZ, dass es im September zu Gesprächen mit den Einsprechern kommen soll. Wann genau, ist noch nicht sicher.

Parallel dazu müsse die Stadt die Ausschreibung vorbereiten. Die anderen Auflagen der SFL werden im Grünfeld umgesetzt. Zurzeit sind es die geforderten Stehplätze im Gästeblock. In den bisherigen Spielen standen die auswärtigen Fans noch direkt auf dem Boden. Es ist ein weiter Weg, bis der Stadionkatalog der Kategorie B erfüllt wird.

Erstellt: 05.09.2017, 17:14 Uhr

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