Rapperswil-Jona

Anwohner machen gegen das Alterszentrum Schachen mobil

14 Personen haben gegen die Teilzonenplanänderung im Schachen Einsprache eingelegt. Die Begründung wollen sie erst im Dezember nachliefern. Dann ist der Projektwettbewerb abgeschlossen. Somit wird die Stadt mit den Einsprechern über ein konkretes Projekt verhandeln können.

Das Gelände, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll. Zum Ärger einiger Bürger, denn bei der Stadt Rapperswil-Jona gingen 14 Einsprachen gegen die Teilzonenplanänderung im Schachen ein.

Das Gelände, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll. Zum Ärger einiger Bürger, denn bei der Stadt Rapperswil-Jona gingen 14 Einsprachen gegen die Teilzonenplanänderung im Schachen ein. Bild: Moritz Hager

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Nun ist der Widerstand gegen die Umzonungen im Schachen amtlich: Innerhalb der Auflagefrist sind 14 Einsprachen dagegen eingegangen. Grund für die geplante Umzonung ist der Bau eines Alterheims. Stadt und Ortsgemeinde von Rapperswil-Jona wollen dort bis 2021 168 stationäre Pflegeplätze einrichten. Dazu kommen 60 Alterswohnungen. Wie das Projekt dereinst genau aussehen soll, ist noch unklar. Zurzeit läuft ein Projektwettbewerb, bis Mitte Oktober müssen die Architektenteams ihre Vorschläge einreichen. Im Dezember wird dann das Resultat vorgestellt.

Die meisten Einsprecher haben denn auch nicht gegen konkrete Aspekte der Umzonung Beschwerde eingelegt. Stattdessen verlangens sie eine Fristenverlängerung bis Mitte Dezember, damit sie die Gründe für die Einsprache zu einem späteren Zeitpunkt darlegen können, erklärt Stadtrat Thomas Furrer (parteilos). Die Fristverlängerung wird gewährt, Konsequenzen ergeben sich daraus keine, sagt Furrer.

Auf konkretes Projekt warten

Einer der Einsprecher ist Bruno Langhans, Gründungsmitglied der IG Schachen. Die IG befürchtet, dass das neue Pflegeheim viel zu gross wird und sich nicht ins Quartier einfügt. «Solange noch kein konkretes Projekt steht, ist eine Umzonung blöd», meint Langhans als Erklärung für seine Einsprache. Auch Furrer findet das Vorgehen mit der vorgezogenen Umzonung nicht ideal.

Grund für die Eile der Stadt ist das neue kantonale Baugesetz, welches am ersten Oktober in Kraft tritt. Danach werden Teilzonenplanänderungen um einiges schwieriger.

Nun verhandelt die Stadt erst nach Abschluss des Projektwettbewerbs mit den Einsprechern, wie es in einer Mitteilung heisst. Damit könne man auf die konkreten Ergebnisse des Projekts Rücksicht nehmen. Weil die Umzonung nun bereits aufgelegt worden ist, können allfällige Anpassungen noch nach altem Recht durchgeführt werden.

Die Hoffnung ist wohl, dass mit einem konkreten Projekt die Ängste der Anwohner beschwichtigt werden können. Zumal Langhans als Vertreter der Anrainer als Beisitzer ohne Stimme in der Projektjury Einsitz nimmt. Ob er bei einem attraktiven Projekt seine Einsprache zurückziehen wird, kann Langhans noch nicht sagen. Nur wenn konkret versprochen wird, dass sich auch in Zukunft nichts ändere - wie zum Beispiel zusätzliche Stockwerke - wäre er eventuell zu diesem Schritt bereit. «Ich will aber nicht Tür und Tor öffnen», fügt er hinzu. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.09.2017, 16:48 Uhr

Neues Baureglement

Einsprache wegen Grenzabstand

Auch gegen das neue Baureglement gingen Einsprachen ein: Insgesamt waren es 16, wie Stadtrat Thomas Furrer auf Anfrage der ZSZ erklärt. Die meisten Einsprachen betrafen die Streichung des Mehrlängenzuschlages sowie des grossen Grenzabstandes. Letzteres bedeutet, dass Gebäude auf beiden Seiten der Grundstückgrenze nur noch fünf Meter Abstand haben müssen. Bruno Langhans, Bewohner des Schachens, ist auch hier einer der Einsprecher. Er sieht den Sinn der neuen Regelung nicht ein: «Das kann man doch nicht machen.» Langhans steht der Idee des verdichteten Bauens skeptisch gegenüber.

Die Stadt hatte in diesem Zusammenhang stets betont, dass zwar der Grenzabstand kleiner werde, die Ausnützungsziffer jedoch bestehen bleibe. Damit bleibt das maximal erlaubte Volumen eines Gebäudes gleich. (otm)

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