Zum Hauptinhalt springen

Anwohner im Bollwies-Quartier ärgern sich über illegalen Abfall

Im Bollwies-Quartier wird Müll vermehrt unsachgemäss entsorgt. Trotz hoher Bussen sind Verzeigungen schwierig.

Der illegal entsorgte Müll sorgt im Bollwies-Quartier seit längerem für Ärger.
Der illegal entsorgte Müll sorgt im Bollwies-Quartier seit längerem für Ärger.
Symbolbild, Keystone

Bei der Abfallentsorgung Bollwies ist in den vergangenen Monaten immer wieder am Wochenende Abfall deponiert worden. Hausrat, Spiegel, Tontöpfe, Pet-Flaschen und ähnliches werden vor dem Eingang zum Areal abgelegt. Die Anwohner beschwerten sich vor längerem bei der Stadt - jetzt hat die Stadt, offenbar von selbst, auf die Missstände reagiert und eine Tafel aufgestellt. Die Situation in der Sammelstelle scheint sich dadurch allerdings nicht zu bessern. Alle bisher ergriffenen Massnahmen konnten die Verstösse nicht verhindern, sondern verlagerten im besten Fall die Probleme.

Im April 2011 wurde die Abfallsammelstelle Bollwies eröffnet. Die Sammelstelle ersetzte damals die drei bisherigen Entsogungsstellen am Jona-Center und an der Bühlstrasse, sowie die Glassammelstelle an der Oberwiesstrasse, und zentralisierte die Müllentsorgung. Gleichzeitig sollte die moderne Anlage mit unterirdischen Sammelcontainern die Lärm- und Geruchsemissionen reduzieren.

Ruhestörer und Müllsünder

Stadtingenieur Joseph Lacher vertrat im Frühjahr 2011 die Meinung, dass das neue Entsorgungssystem der Bildung illegaler Deponien vorbeugen könnte. Er hoffte damals, dass auch der Standort für mehr Ordnung sorgen würde, da die Bollwiesstrasse ein belebtes Quartier sei und die exponierte Lage unsachgemässe Müllentsorgung zu unterbinden helfe.

Allerdings kamen bereits kurz nach Eröffnung die ersten Beschwerden von Anwohnern, insbesondere aufgrund der Entsorgung von Gütern ausserhalb der Entsorgungszeiten, die unerwünschten Lärm verursachte. Diese Lärmbelästigung wird durch den aufgestellten Werkzaun mittlerweile verhindert. Nun häufen sich dafür die Fehlentsorgungen.

Corsin Tuor, Leiter des Werkdiensts, bestätigt auf Anfrage der Zürichseezeitung die zunehmenden Verstösse. Während er ausserhalb des Areals keinen Anstieg unerlaubt deponierter Entsorgungsgüter festgestellt hat, beklagt er den Zustand innerhalb des Areals: «Rund um die Restmüllsäulen, die eigentlich ausschliesslich für die geleerten Plastiksäcke vorgesehen sind, häufen sich immer öfter leere Petflaschen, volle Abfallsäcke und anderer Müll», sagt Corsin Tuor.

Trotz der drastischen Bussen seien Verzeigungen von Falschentsorgern schwierig umsetzbar. Die Beweislage um einen Müllsünder eindeutig zu identifizieren ist gewöhnlich derart schwierig, dass Strafen dementsprechend selten sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch