Rapperswil-Jona

Anwohner erheben Einsprache gegen die Beleuchtung im Grünfeld

Gegen den Ausbau der Lichtanlage im Stadion Grünfeld wurde Einsprache erhoben. Die Anwohner der nahen Liegenschaften befürchten eine Beeinträchtigung der Wohnqualität durch die geplante Erhöhung der Lichtmasten. Dadurch verzögert sich der Baubeginn zusätzlich.

Die Lizenz für die Challenge League ist an Auflagen geknüpft, welche bis jetzt nicht erfüllt wurden. Nun verzögert eine Sammeleinsprache den Stadionausbau weiter. Bild: David Baer

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Am Donnerstag lief die Auflagefrist für den Ausbau der Stadionbeleuchtung im Stadion Grünfeld ab. Bereits am Montag reichten einige Anwohner eine Sammeleinsprache gegen das Baugesuch ein. Damit verzögert sich der Baubeginn für die 40 Meter hohen Lichtmasten nun zusätzlich, wie die «Südostschweiz» bereits am Freitag berichtete. Weil der Baukredit über 700000 Franken dem fakultativen Referendum untersteht, wird es ohnehin Verzögerungen geben.

Die Einsprache soll nun schnellstmöglich vor die Rekursinstanz kommen. «Wir wollen vorwärts machen», sagt Thomas Furrer, Bauchef von Rapperswil-Jona.Dabei stehen die Stadt und der Fussballclub Rapperswil-Jona (FCRJ) ohnehin schon unter Zeitdruck. Der Ausbau der Stadionbeleuchtung war eine der Auflagen, die die Swiss Football League (SFL) dem FCRJ bei der Lizenzvergabe für die Challenge League erteilte. Ursprünglich verlangte die SFL, dass die Auflagen bis zum Saisonbeginn erfüllt würden. Allen Vereinen, die diese nicht erfüllten, drohte der Verband mit Disziplinarmassnahmen.

«Wir hoffen, dass wir die Einsprache im August über die Bühne bringen werden,» sagt Furrer. Die neue Challenge League-Saison startet allerdings bereits am kommenden Wochenende. Das erste Heimspiel des FCRJ findet am 29. Juli statt, die erste Fernsehübertragung aus dem Grünfeld wird am 4. August gesendet.

Bei Vollmond auch heller

Die Sammeleinsprache gegen das Bauvorhaben wurde von Anwohnern eingereicht, deren Einfamilienhäuser unmittelbar neben dem Stadion Grünfeld stehen. Obwohl die Stadt vorab einzelne Gespräche geführt hatte, wehren sich die Anwohner an der Oberseestrasse nun gegen die zu ertragende Lichtstärke.

Beim «Quartierverein Busskirch und Umgebung» war die Stadionbeleuchtung hingegen bisher kein Thema, wie Präsident Rudolf Bertschi versichert. Er selber sei ohnehin sportbegeistert und wolle dem FCRJ «nicht noch unnötige Steine in den Weg legen». Er könne sich aber schon vorstellen, dass nicht alle Quartiermitglieder vom Ausbau begeistert seien. Von seinem Balkon aus könne er die Bauvisiere auch sehen. Es sei möglich, dass der Balkon an einigen Abenden dadurch in Zukunft etwas heller sein werde. Aber schliesslich sei dies nur an wenigen Tagen der Fall. «Bei Vollmond ist es auch heller», sagt Bertschi

Baubeginn ungewiss

Für den FCRJ bleibt zu hoffen, dass die Disziplinarkommission des SFL die Bemühungen um die Erfüllung der Lizenzauflagen berücksichtigt. Die Strafen der Disziplinarkommission können von einer einfachen Busse bis hin zum Entzug der Spiellizenz reichen.

«Es ist schwierig, etwas zu sagen, bevor das Verfahren überhaupt eröffnet ist», sagt Philippe Guggisberg, Kommunikationsverantwortlicher des SFL. Sobald die Frist des SFL ablaufe, müsse dieser erst einmal entscheiden, ob der Verstoss an die Disziplinarkommission gemeldet werde. Diese entscheide anschliessend unabhängig über mögliche Massnahmen.»Wir sind uns der Komplexität der Anforderung, insbesondere was die geforderten Luxwerte betrifft, bewusst», sagt Guggisberg. Da die Auflage betreffend Stadionbeleuchtung neu sei, gebe es keine Präzedenzfälle. Dennoch sei die SFL gezwungen, die verlangten Anforderungen irgendwie durchzusetzen.

Derzeit sei der Beginn der Bauarbeiten zur Stadionbeleuchtung im Grünfeld noch gänzlich ungewiss, sagt Thomas Furrer. Sollten sich die Verzögerungen noch länger hinziehen, überlegt sich der Stadtrat, den Baukredit ins Budget 2018 aufzunehmen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.07.2017, 16:46 Uhr

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