Schmerikon

Alte Zementi am See soll umfassend saniert werden

Die Ortsgemeinde will die Liegenschaft Alte Zementi für die Öffentlichkeit erhalten. Angestrebt wird eine Sanierung der bestehenden Halle, damit diese für Anlässe ganzjährig genutzt werden kann.

Traumhafte Lage, baufälliges Gebäude: Die Halle der alten Zementi westlich des Schiffstegs ist sanierungsbedürftig.

Traumhafte Lage, baufälliges Gebäude: Die Halle der alten Zementi westlich des Schiffstegs ist sanierungsbedürftig. Bild: Regula Kaspar-Fisler

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Die Lage des Grundstücks ist einmalig: Direkt am See, im Grünen und dennoch zentral, mit prächtigem Ausblick über den Obersee und in die Voralpen. Ende 2014 sicherte die Ortsgemeinde Schmerikon das Areal der Alten Zementi für die Allgemeinheit. Sie erwarb es von den damaligen privaten Eigentümern Ende 2014 zum Preis von 1,9 Millionen Franken. Wie die Liegenschaft mit kleiner Gewerbehalle und Wochenendhäuschen konkret genutzt werden sollte und welche baulichen Massnahmen nötig und überhaupt möglich sind, war bisher offen.

Öffentliches hat Vorrang

Eine Arbeitsgruppe aus Bürgern, Einwohnern und Mitgliedern des Ortsverwaltungsrats hat seither im Auftrag der Ortsgemeinde ein Leitbild und Nutzungskonzept erstellt. Fazit: Das Grundstück soll der Bevölkerung ganzjährig erhalten unt zugänglich gemacht werden. Konkret heisst das, dasss Veranstaltungen verschiedenster Art dort stattfinden könnten. Wobei öffentliche und kulturelle Anlässe gegenüber Firmen- oder Privatveranstaltungen klar Vorrang haben sollen. Dem sei die Ortsgemeinde als öffentlich-rechtliche Körperschaft verpflichtet, erklärt dazu Ortsgemeindepräsident Thomas Kuster.

Umbau ist zwingend

Ebenfalls festgehalten ist im Leitbild, dass einUmbau der Halle und allenfalls auch des angrenzenden Wochenend-Häuschens zwingend ist, soll die Liegenschaft wieder vermehrt und vor allem das ganze Jahre über genutzt werden können. Der Zustand der Halle ist nämlich ziemlich schlecht, wie ein Fachbüro nun im Detail ermittelt hat. Hauptproblem ist eintretendes Wasser oder Feuchtigkeit, die sowohl der Gebäudehülle als auch dem Mauerwerk zusetzen. Hier sind verschiedene Abdichtungen nötig.

Auch die Fenster und der Boden müssten ersetzt werden.Der Dachstuhl müsste abgedeckt und ein Unterdach aufgebracht werden.

Umfassende Sanierung

Da eine Erweiterung der Halle oder gar ein Neubau in der sogenannten Grünzone Erholung nicht in Frage kommt, läuft alles auf eine mehr oder minder umfassende Sanierung hinaus. Soll die Halle auch im Winter genutzt werden können, braucht es zwingend eine Wärmeisolation und eine Heizung. Beides fehlt bis anhin. «Insgesamt wollen wir das Gebäude so stehen lassen, sowohl in seiner Grösse als auch in seinem Charakter», fasst Thomas Kuster zusammen. Umfassend saniert werden soll vor allem das Innere.

Inwieweit dies möglich sein wird, ist derzeit noch offen. Bauliche Massnahmen sind wegen der Zone und der Seenähe nur beschränkt möglich. Verschiedene Umbauvorhaben der früheren privaten Eigentümer wurden abgelehnt.

Dennoch strebt die Ortsgemeinde eine komplette Sanierung an, damit das Gebäude das ganze Jahr über genutzt werden kann. Ein entsprechendes Vorprojekt wird derzeit erarbeitet. Voraussichtlich im Oktober soll es bei der politischen Gemeinde eingereicht werden. Auch der Kanton wird sich – im Rahmen einer Vorprüfung ­ zum Projekt äussern. Alles dreht sich um die Frage, ob bauliche Massnahmen im vorgesehenen Rahmen in der Grünzone bewilligungsfähig sind. Kuster hofft, dass das Projekt, da es im Interesse der Allgemeinheit ist, gute Chancen hat.

«Wir haben keinen Plan B»

Noch offen sind derzeit die Kosten und die Zukunft des Wochenendhäuschens. Je nach dem müsste es so quasi zum Annexbau der Halle umfunktioniert werden. Nicht zur Diskussion steht laut dem Ortsgemeindepräsidenten, ein Restaurant- oder ähnlichen Betrieb aufzuziehen. Die Ortsgemeinde wolle die Gastrobetriebe im Dorf nicht konkurrenzieren.

Was aber, wenn das Vorprojekt dennoch abgelehnt wird? «Einen Plan B haben wir nicht», sagt Kuster. Mit einem Vorbescheid des Kantons wird frühestens Ende Jahre gerechnet.

Erstellt: 19.08.2016, 15:12 Uhr

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