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Abgelehntes Strassenprojekt ruft Kantonsrätin auf den Plan

SVP-Kantonsrätin Hedy Fürer will es genau wissen. Hat der Kanton auf der St. Gallerstrasse wirklich alle Optionen geprüft? Sie befürchtet, dass das Jona-Center zukünftig alle Möglichkeiten im Strassenbau blockiert.

SVP-Kantonsrätin Hedy Fürer will vom Kanton St. Gallen Antworten nach der gescheiterten Abstimmung in Rapperswil-Jona.
SVP-Kantonsrätin Hedy Fürer will vom Kanton St. Gallen Antworten nach der gescheiterten Abstimmung in Rapperswil-Jona.
Archiv ZSZ / Manuela Matt

Die Stimmbevölkerung von Rapperswil-Jona hat am vergangenen Sonntag das Strassenprojekt St. Gallerstrasse/Feldlistrasse klar und deutlich bachab geschickt. Nachdem sich bereits der Stadtrat mit der Frage «Wie weiter?» befassen muss, hat jetzt auch die St. Galler Regierung mit dieser Frage zu tun. Der Grund dafür ist SVP-Kantonsrätin Hedy Fürer. Sie will vom Kanton Antworten nach der gescheiterten Abstimmung. Einerseits will sie von der Regierung wissen, weshalb der Kanton die Pläne für die gesamte Ost-West-Achse nicht offengelegt hat.

Dieser Umstand wurde rund um die Abstimmung nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch vom Stadtrat kritisiert.Vor allem aber will Fürer den Kanton mit einer Kreisel-Fage aus der Reserve locken. Sie schreibt: «Der Stadthauskreisel wurde dereinst nur auf Druck der Joner Bevölkerung als Provisorium erstellt.» Das war anfangs der 2000er Jahre. «Von den damaligen Verantwortlichen beim Kanton wurde kommuniziert, dass ein Kreisel an diesem Ort unmöglich zu planen ist.» Inzwischen sei er fester Bestandteil in der Strassenführung der St. Gallerstrasse, ist Fürer überzeugt.

Sie fragt: «Gibt es einen Unterschied des Verkehrsflusses auf der St. Gallerstrasse Richtung Rapperswil an der Kreuzung Feldlistrasse und dem Kreisel beim Stadthaus Jona?» Die SVP-Kantonsrätin sagt dazu: «Man kann lang aufzeichnen und prüfen. Die Realität sieht immer anders aus.» Entsprechend will sie vom Kanton auch wissen, ob die Planer für einen provisorischen Kreisel zu haben wären. Möglicher Zeitpunkt für dieses Vorhaben wäre etwa, wenn die heutigen Gebäude abgerissen werden.

Links und rechts nur Häuser

Und Fürer hat in Sachen Kreisel noch etwas im Blick: «Ist der Abstand des geplanten Jona-Centers gross genug, um allenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt einen Kreisel zu planen?» Sie befürchtet, dass links und rechts der Strasse - etwa durch das geplante Jona-Center - der Platz verloren geht, sinnvolle Lösungen für den Strassenraum zu finden.

Ähnliche Tendenzen beobachte sie auch an der Rütistrasse. Auch dort ist eine Grossüberbauung geplant, auch dort ist die Verkehrsführung umstritten. «Vielleicht muss man einfach akzeptieren, dass eine Strasse heute etwas mehr Platz braucht», folgert Hedy Fürer. Sie appeliert, dass man auch an die Zukunft denken solle. «Wir dürfen nicht die Strassen mit Häusern verbarrikadieren.»

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