Abfall

Abfallberge verschandeln die Seeufer

Die Ufer des Obersees sehen an schönen Wochenenden öfters unschön aus: Abfalleimer sind hoffnungslos überfüllt, überall liegt Müll herum. Die Gemeinden im Linthgebiet versuchen dem Problem mit zusätzlichen Leerungen Herr zu werden.

Sommerzeit, Abfallzeit: Die Gemeinden im Linthgebiet kennen das Problem und versuchen es mit zusätzlichen Leerungs-Touren der Werkdienste zu lösen.

Sommerzeit, Abfallzeit: Die Gemeinden im Linthgebiet kennen das Problem und versuchen es mit zusätzlichen Leerungs-Touren der Werkdienste zu lösen. Bild: Archiv Sabine Rock

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Zum Ausflug an den See gehört ein Glacé, ein Bier oder eine Packung Chips. Das Resultat sind grosse Mengen Abfall. Zuviel für die bereitgestellten Abfalleimer, wie Fotos von diesem Wochenende aus Flussbad Grynau in Uznach zeigen, die auf Facebook zu sehen sind. Der Abfalleimer ist bis oben vollgestopft, rund herum ist der Abfall platziert, für den es keinen Platz mehr hatte.

In den Kommentaren macht sich Empörung und Unverständnis breit. Bei der Gemeinde Uznach sei man sich der starken Belastung der Abfallkübel in der Grynau Badi bewusst, erklärt Gemeindepräsident Christian Holderegger (FDP). Die Abfalleimer seien am Montagmorgen geleert worden. Zusätzlich zu den normalen Leerungen unter der Woche würden die Behälter in der Badi jeweils auch am Wochenende geleert. «Das Problem besteht nur bei schönem Wetter», beschwichtigt Holderegger.

Noch mehr Abfall dank Imbiss

Die Belastung der Grynau Badi wird in nächster Zeit noch ansteigen. In etwa zwei Wochen wird dort ein Imbissstand mit Namen «Ahoi Summer Bistro Waldegg» aufmachen. Betrieben wird er vom Restaurant Waldegg aus St. Gallenkappel. Während auf Facebook die Befürchtung geäussert wird, dass der neue Stand noch mehr Littering zur Folge haben könnte, ist man bei den Imbissbetreibern vorbereitet. Es seien zwei grosse Abfalleimer eingeplant, mit jeweils 110 Litern Fassungsvermögen, erzählt Restaurantinhaberin Bernadette Ricklin. «Wenn nötig werden sie auch im Laufe des Tages geleert.»

Auch andere Gemeinden haben mit Abfallsündern zu kämpfen. In Schmerikon sieht das Seeufer an den schönen Wochenenden ähnlich aus wie in Uznach. Auch in Rapperswil-Jona kennt man das Problem. «Es ist jedes Jahr das Gleiche», sagt Stadtschreiber Hanjsörg Goldener. Der Werkdienst macht in den Sommermonaten jeweils zusätzliche Touren.

Sowohl in Rapperswil-Jona wie auch in Schmerikon sieht man aber auch die Abfallsünder in der Pflicht. Oftmals seien die Leute zu bequem, den Abfall korrekt zu entsorgen, meinte Stadtrat Thomas Furrer (parteilos) letztes Jahr. Und tatsächlich ist auf dem Foto der Badi Grynau ein zweiter Abfalleimer zu sehen: Dort hätte es noch Platz. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.05.2018, 17:33 Uhr

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