Uznach

Zwei Einsprachen gegen Spitalausbau

Ob der Baustart für die Sanierung des Spitals Linth in Uznach wie geplant im August erfolgen kann, ist ungewiss: Bis gestern lagen der Gemeinde zwei Einsprachen vor.

Klinikleiterin Marie-An De Letter demonstriert mithilfe eines Modellpatienten, wie in der Memory Clinic Hirnströme abgeleitet werden, um andere mögliche Ursachen für eine Beeinträchtigung, etwa eine Epilepsie, auszuschliessen.

Klinikleiterin Marie-An De Letter demonstriert mithilfe eines Modellpatienten, wie in der Memory Clinic Hirnströme abgeleitet werden, um andere mögliche Ursachen für eine Beeinträchtigung, etwa eine Epilepsie, auszuschliessen. Bild: Ueli Abt

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Heute läuft die Einsprachefrist ab. Bis gestern sind laut Uznachs Gemeindepräsident Erwin Camenisch zwei Einsprachen gegen das Bauprojekt zur Erneuerung und Erweiterung des Spitals Linth eingegangen.

Ob der Baustart für das 100-Millionen-Projekt dennoch wie geplant im August erfolgen kann, dürfte nun vom weiteren Verlauf des Verfahrens abhängen. Nach Monatsende wird die Gemeinde zunächst die Einsprachen zur Stellungnahme an die Bauherrschaft, also das kantonale Baudepartement, weiterleiten. «Die Bauherrschaft kann mit den Einsprechern Kontakt aufnehmen», sagt Camenisch. Oftmals beraume die Gemeinde auch eine Einspracheverhandlung an, an welcher man unter anderem allfällige Missverständnisse ausräumen könne.

Ende November hatte das Stimmvolk die Sanierung des Spitals Linth sowie weiterer fünf St.Galler Spitäler deutlich angenommen. Ein grosses überparteiliches Komitee hatte sich für die sechs Vorlagen eingesetzt. Am Spital Linth soll ein Neubau für Radiologie, Endoskopie und Gynäkologie mit modernen Operations- und Behandlungsräumen entstehen. Nach ursprünglichem Fahrplan soll der Aus- und Umbau bis 2020 abgeschlossen sein.

Demenz früher erkennen

Künftig werden zudem in Uznach Abklärungen im Bereich Demenz ein stärkeres Gewicht haben: Seit 2013 ist am Spital die sogenannte Memory Clinic in Betrieb. Damit hat die Region ein Kompetenzzentrum erhalten, das umfassende Abklärungen in einem Bereich erlaubt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Laut Klinikleiterin Marie-An De Letter wird allerdings bislang in der Schweiz ein Bruchteil aller aufgetretenen Demenzerkrankungen diagnostiziert. Wie sich die Uzner Gemeinderäte anlässlich eines Treffens vor Ort überzeugen konnten, sind sowohl EEG wie auch ein Autofahrsimulator Diagnoseinstrumente, die in der Memory Clinic zum Einsatz kommen.

Erstellt: 08.04.2015, 20:56 Uhr

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