Rapperswil-Jona

«Wir hätten locker das Hallenstadion füllen können»

7500 Liter Bier, 2000 Würste und ein Party-Zelt: Mit diesen Komponenten soll der Cup-Final am Sonntag nicht nur sportlich zum Highlight werden.

Heiss auf den Sieg: Fans und Spieler der SCRJ Lakers glauben an die Sensation. Sollten die Lakers am Sonntag gegen den grossen HC Davos gewinnen, dürfte es in der Stadt zu einer riesen Party kommen.

Heiss auf den Sieg: Fans und Spieler der SCRJ Lakers glauben an die Sensation. Sollten die Lakers am Sonntag gegen den grossen HC Davos gewinnen, dürfte es in der Stadt zu einer riesen Party kommen. Bild: Thomas Oswald Fotografie

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Die Oberseeregion ist im Hockey-Fieber: In zwei Tagen spielen die SC Rapperswil-Jona Lakers im Final des Schweizer Eishockey-Cups gegen den HC Davos. Es winkt der grösste Erfolg der Club-Geschichte. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen: Während Trainer Jeff Tomlinson mit seinen Spielern im Training alles gibt, um am Sonntag die Sensation zu schaffen, laufen auch drumherum die Vorbereitungen auf Hochtouren. Um den Fans im und ums Stadion auch abseits des Geschehens auf dem Eis einen unvergesslichen Anlass zu bescheren, haben die Clubverantwortlichen alle Hände voll zu tun.

Einer der wichtigsten Aspekte dürfte die Verpflegung sein. Denn wohlgenährte Fans sind glückliche Fans. Dafür haben die Verantwortlichen des Caterings gross eingekauft. «Rund 5000 Liter Bier und 1000 Würste warten auf die Stadionbesucher», erzählt René Schmid, Medienverantwortlicher der SCRJ Lakers. Für die Festivitäten im Party-Zelt, welches hinter dem Stadion aufgestellt wurde, seien noch einmal gut 2500 Liter Bier und weitere 1000 Würste eingerechnet. Natürlich umfasse das kulinarische Angebot aber noch einiges mehr, hält Schmid fest.

Enormer Ansturm: Die Cupfinal-Tickets waren bereits im Vorverkauf im Nu ausverkauft. Bild: Thomas Oswald.

Cup-Final ist lukrativ

Damit alle Fans auch möglichst zeitnah zu Speis und Trank gelangen, werden zwischen 20 und 30 zusätzliche Helfer im Einsatz stehen. Neben den üblichen Essständen und Restaurants im Stadion wird es einen zusätzlichen Bierstand für die Fans geben. Auch der VIP-Bereich werde ausgeweitet.

Für ein «normales» Liga-Spiel stünden normalerweise zwischen 150 und 200 Helfer im Einsatz, erzählt Schmid. «Für den Cupfinal vom Sonntag dürften es gegen 300 sein.» Neben dem Catering wurde erwartungsgemäss auch das Sicherheitspersonal aufgestockt. Um den grossen Zuschaueraufmarsch zu bewältigen, braucht es ausserdem auch zusätzliche Verkehrskadetten. Und auch der Medienverantwortliche selber bekommt Unterstützung: «Es haben sich sechs verschiedene Medienstationen angekündigt. Fernsehsender aus allen drei grossen Sprachregionen sind akkreditiert. Da bin ich froh um zusätzliche Helfer.»

Aber wie steht es um die Kosten? Die vielen zusätzlichen Hände wollen am Ende des Tages schliesslich auch entlöhnt werden. «Wir erstellen keine separate Einzelkostenabrechnung für den Cupfinal. Das macht für uns keinen Sinn», sagt René Schmid. Der Medienverantwortliche will keine Mutmassungen anstellen. Nur so viel: «Der Anlass lohnt sich für uns. Die Durchführung eines Cup-Finals ist für einen Club auf jeden Fall lukrativ.»

Innert 40 Minuten war das Titelspiel ausverkauft. Selbst nachdem man dies von Seite des Clubs mehrfach kommuniziert hatte, hätten ihn weitere Ticketanfragen erreicht, erzählt Schmid. «Wir hätten locker das Hallenstadion füllen können.»

Freinacht oder nicht?

Eines der grossen Themen im Vorfeld des Cup-Finals ist auch die Sicherheit. Um diese für alle Beteiligten zu gewährleisten hätten die Lakers zusammen mit den Liga-Verantwortlichen einige Sitzungen abgehalten, erklärt Schmid. «Es gibt verschiedene Konzepte, welche die Sicherheitsvorgaben festhalten.» So müsse der Club etwa dafür sorgen, dass die beiden Fanlager getrennt voneinander ins Stadion gelangen. Hierfür habe man auch mit dem Sicherheitsdienst des HC Davos Absprachen getroffen. Dieser wird seine Fans auch auf dem Weg in die Eishalle begleiten. «Erfahrungsgemäss kommt es selten zu Problemen in diesem Bereich», sagt Schmid.

«Schon der Einzug in den Cup-Final ist eine sensationelle Leistung, die wir würdigen wollen.» René Schmid, SCRJ-Mediensprecher

Und auf was dürfen sich die Fans nach Spielschluss einstellen? «Darüber spricht man nicht. Wir sind da etwas abergläubisch. Wir sind aber natürlich auf alle Eventualitäten vorbereitet.» Sicher ist: Die Mannschaft soll so oder so gefeiert werden. «Schon der Einzug in den Cup-Final ist eine sensationelle Leistung, die wir würdigen wollen.» Ob es im Fall eines Sieges der Lakers eine Freinacht gibt, lassen Stadt und Club derzeit noch offen. «Sollte es so sein, werden es die Fans aber zu gegebenem Zeitpunkt erfahren.»

Keine Angst vor Schlägereien

Parallel zum Cup-Final findet am Sonntag auch der grosse Fasnachtsumzug in der Altstadt von Rapperswil statt. Aus Sicht der Lakers ist das kein Problem. «Die Terminkollision bedeutet vor allem für die Polizei einen Mehraufwand.» Angst vor Ausschreitungen, falls Hockeyfans nach dem Match auf Fasnächtler treffen sollten, hat Schmid keine. «Wenn wir gewinnen, gibt es keinen Grund für Streitigkeiten. Verlieren wir, wird es wohl ohnehin zu keiner grossen Vermischung der beiden Gruppen in den Strassen der Stadt kommen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.02.2018, 17:56 Uhr

Der Cup-Final im Liveticker

Keine Tickets, Kein Problem

Verfolgen sie den ausverkauften Eishockey Cupfinal zwischen dem SCRJ und Davos bei uns auf zsz.ch im Liveticker.

Warm-up-Party und Public-Viewing

Um die Fans auf den Cup-Final einzustimmen, haben die Verantwortlichen der SCRJ Lakers auf dem Dach der Bootshalle, hinter dem Stadion, ein Festzelt aufgebaut. Dort soll bereits am Samstag eine Warm-Up Party steigen. Einlass ist ab 19 Uhr. Zugelassen sind alle ab dem 18. Lebensjahr. Der Eintritt kostet fünf Franken. Drei DJs sorgen den ganzen Aben für gute Stimmung. Am Sonntag ist das Zelt ab 10 Uhrmorgens für alle geöffnet. Auch für Speis und Trank ist gesorgt. Ab 13 Uhr wird die Partie zwischen den SCRJ Lakers und dem HC Davos live auf einer grossen LED-Wand übertragen. Auch nach dem Spiel dürfte im Festzelt noch einiges los sein. Gemäss René Schmid, Medienverantwortlicher der SCRJ Lakers, dürfte dies auch die erste Station für eine After-Game-Party der Mannschaft sein. (fse)

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