Weesen

Weesen bereitet sich auf Ankunft der Asylbewerber vor

Mitte März hat der Kanton die Liegenschaft Pelikan von der Gemeinde übernommen. Seither wurde das Haus für den Betrieb als vorübergehendes Asylzentrum eingerichtet. Nächste Woche sollen die ersten Asylsuchenden einziehen.

Nächste Woche sollen die ersten Asylsuchenden einziehen. Nach und nach wird sich dann das Haus Pelikan mit neuen Bewohnern füllen.

Nächste Woche sollen die ersten Asylsuchenden einziehen. Nach und nach wird sich dann das Haus Pelikan mit neuen Bewohnern füllen. Bild: Sabine Rock

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Schon bald kommt Leben ins Haus Pelikan. Ab nächstem Dienstag werden die ersten Asylsuchenden in die Liegenschaft in Weesen einziehen, die der Kanton St. Gallen bis Ende Jahr als vor­über­gehen­des Asylzentrum betreiben wird. Laut Urs Weber, dem kantonalen Asylkoordinator, wird das Zen­trum in Weesen die Asylsuchenden aufnehmen, die der Bund dem Kanton St. Gallen neu zuweist. Wie viele das sein werden, weiss Weber noch nicht. «Wir erfahren erst einen halben Tag im Voraus, wie viele Leute kommen und woher sie stammen», sagt Weber. Erst am Dienstagmorgen wird er deshalb wissen, wie gross die Gruppe der ersten Ankömmlinge sein wird. Nach und nach wird sich das Haus Pelikan dann mit neuen Bewohnerinnen und Bewohnern füllen.

Mitte März hat der Kanton die Liegenschaft von der Gemeinde übernommen und seither für den Betrieb eingerichtet. Das Zen­trum in der Jugendherberge Buss­kirch in Jona ist seit 23. März geschlossen. Die dortigen Bewohner wurden laut Weber auf andere Zentren im Kanton verteilt.

Die Gemeinde hat unterdessen die Zuschriften gesammelt, die von den Einwohnern eingegangen sind, seit Mitte Februar bekannt wurde, dass der Kanton in Weesen ein Asylzentrum einrichten will. Unter den Reaktionen waren auch viele Hilfsangebote und Ideen, wie die Asylsuchenden unterstützt werden könnten. Diese hat die Gemeinde an das Mi­gra­tions­amt weitergeleitet. Laut Gemeindepräsident Mario Fedi nahmen die Zuschriften nach der ersten Welle etwas ab. Fedi geht aber davon aus, dass es wieder mehr Reaktionen geben wird, sobald die ersten Asyl­suchen­den einziehen.

Runder Tisch geplant

In den nächsten zwei Wochen will die Gemeinde die Anwohner zudem mittels Flugblatt über die Ankunft der ersten Asylsuchenden informieren. «Dar­auf steht beispielsweise die Nummer des 24-Stunden-Notfalltelefons, das die Anwohner bei Bedarf wählen können», sagt Mario Fedi. Zudem wird die Leiterin des Asyl­zen­trums, Leonie Marty, vorgestellt. «Wir weisen auch dar­auf hin, dass die Asylsuchenden im Haus verpflegt werden, wozu eigens ein Koch angestellt wurde.»

Anfang Mai, nach rund drei­wöchiger Betriebszeit, soll ein runder Tisch mit den Anwohnern stattfinden. Dieser soll laut Fedi zeigen, ob und wo der Schuh drückt.

Erstellt: 07.04.2015, 12:01 Uhr

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