Rapperswil-Jona

Trumps Politik sorgt für Entlassungen am Obersee

Beim Unternehmen Weidmann Electrical Technology AG am Standort Rapperswil kommt es zu Kündigungen. Der Konzern bestätigt Entlassungen von bis zu 17 Angestellten. Zu tun hat dies unter anderem mit fehlenden Aufträgen und der Umweltpolitik von US-Präsident Trump.

Bis zu 17 Stellen muss das in Rapperswil ansässige Unternehmen Weidmann Electrical Technology AG streichen. Dem Konzern fehlen einige Grossaufträge für unbestimmte Zeit. Das hat auch mit der gegenwärtigen Umweltpolitik von US-Präsident Donald Trump zu tun.

Bis zu 17 Stellen muss das in Rapperswil ansässige Unternehmen Weidmann Electrical Technology AG streichen. Dem Konzern fehlen einige Grossaufträge für unbestimmte Zeit. Das hat auch mit der gegenwärtigen Umweltpolitik von US-Präsident Donald Trump zu tun. Bild: Keystone

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Bei der Wicor Tochter Weidmann Electrical Technology AG stehen Kündigungen ins Haus. Rund 15 bis 17 Angestellte müssen sich ab dem Sommer nach einem neuen Job umsehen, das bestätigt CEO Franziska Tschudi Sauber auf Anfrage der ZSZ. Am Montag habe man die betroffenen Mitarbeitenden am Standort Rapperswil über die neusten Entwicklungen informiert.

Die Wicor (Weidmann International Corporation) Gruppe mit Hauptsitz in Rapperswil verarbeitet schon seit 1877 Naturfasern zu Produkten für die Elektroindustrie. Das Unternehmen hat am Standort Rapperswil rund 340 Angestellte.

Kartonproduktion eingestellt

Die Gründe für die Entlassungen sind unterschiedlicher Natur, wie Tschudi erklärt. «Bereits seit längerem war bekannt, dass wir den Betrieb einer in die Jahre gekommenen Transformerboard-Anlage einstellen werden.» Diese stelle eine spezielle Art von Karton her, der etwas weicher als andere Produkte sei. Der Bedarf an diesem Material habe in den letzten Jahren jedoch immer stärker abgenommen, weshalb sich die Konzernleitung bereits vor einigen Jahren dazu entschlossen habe, die Produktion auf diesen Sommer hin einzustellen.

«Wenn wir keine Aufträge haben, weil Grossprojekte am Markt fehlen, können wir einen Teil unserer Mitarbeitenden auch nicht beschäftigen.»
Franziska Tschudi Sauber, CEO Wicor Holding AG

Weil dem Unternehmen in der Komponentenherstellung für unbestimmte Zeit Grossaufträge vor allem aus China fehlen, muss die Wicor-Tochter Weidmann hier zusätzlich 14 Stellen streichen. Ein weiterer Auftrag tut dem Rapperswiler Unternehmen besonders weh: «Für die USA hätten wir ein sogenanntes Clean-Energy-Projekt umsetzen sollen. Leider wurde es aufgrund der Umweltpolitik von Präsident Donald Trump abgesagt, bedauert Tschudi.

Natürliche Abgänge

Die Entlassungen seien selbstverständlich eine Lösung, die ihnen keine Freude bereite. Aber Tschudi betont: «Wenn wir keine Aufträge haben, weil Grossprojekte am Markt fehlen, dann können wir einen Teil unserer Mitarbeitenden auch nicht beschäftigen.» Selbstverständlich begleite man alle ausscheidenden Mitarbeitenden. Einige der gestrichenen Stelle liessen sich mit natürlichen Abgängen und Frühpensionierungen auffangen.

Neue Stellen schaffen

Bedeuten die Entlassungen nun den Anfang vom Ende des Standorts Rapperswil? Keinesfalls, sagt Tschudi. «Es sind keine weiteren Schritte geplant.» Zudem sei es nicht so, dass das Unternehmen nur Stellen streiche. «In Kürze werden wir am Standort Rapperswil ein neues Naturfaserwerk in Betrieb nehmen können.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.03.2018, 17:24 Uhr

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