Schmerikon

Seedorf will Teil der geplanten Gasterstrasse vorziehen

Im Streit um die Coop-Tankstelle zeichnet sich eine Lösung ab. Bis im Herbst soll ein Planungsbüro eine Studie erstellen, wie der Raum südlich des Autobahnkreisels erschlossen werden kann. Die Gemeinde hofft, dass der Kanton ein Teilstück der Verbindungsstrasse A53-Gaster, den Cluster West, vorantreibt.

Stein des Anstosses: Südlich des Autobahnkreisels plant Coop eine Überbauung mit einer Tankstelle. Um diese erschliessen zu können, drängt Schmerikon darauf, einen Teil der Gasterstrasse, den Cluster West, vorzuziehen. Damit soll auch der Verkehr aus dem Industriegebiet Allmeind auf die A53 gebracht werden.

Stein des Anstosses: Südlich des Autobahnkreisels plant Coop eine Überbauung mit einer Tankstelle. Um diese erschliessen zu können, drängt Schmerikon darauf, einen Teil der Gasterstrasse, den Cluster West, vorzuziehen. Damit soll auch der Verkehr aus dem Industriegebiet Allmeind auf die A53 gebracht werden. Bild: Sabine Rock

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit Jahren schwelt ein Knatsch um eine geplante Tankstelle mit Shop beim Schmerkner Autobahnkreisel. Nun bahnt sich die Beilegung des Streits an: Nach Auskunft von Félix Brunschwiler, Gemeindepräsident in Schmerikon, bietet Coop Hand dafür, ein mehrgeschossiges Gebäude zu bauen. Coop und die Grundeigentümerin wollten ursprünglich einen eingeschossigen Bau am Mühlegraben realisieren. Die Gemeinde pochte hingegen darauf, dass im Sinne eines haushälterischen Umgangs mit Bauland dreigeschossig gebaut wird.

Bevor es zu einer definitiven Einigung mit Coop kommen kann, muss allerdings das Problem der Verkehrserschliessung gelöst werden. Die Erschliessung der Überbauung stellt sich als eigentliche Krux dar. «Aufgrund des Verkehrsflusses und eines möglichen Rückstaus vor dem Kreisel kann der Verkehr nicht einfach via Abzweiger von der St. Gallerstrasse geleitet werden», erklärt Brunschwiler die Ausgangslage.

Zubringer als Gemeindestrasse

Um das Gebiet am Mühlegraben erschliessen zu können, hat die Gemeinde ein Planungsbüro beauftragt, bis im Herbst eine Studie zu verfassen. Sobald diese vorliegt, starten die Einigungsgespräche mit Coop. Noch offen ist derzeit, ob im Anschluss daran ein neuer Überbauungsplan aufgelegt oder ob der bisherige angepasst werden soll. Formell ist das Rekursverfahren zum Überbauungsplan beim St. Galler Baudepartement sistiert.

In Zusammenhang mit der Studie des Planungsbüros steht naturgemäss der Cluster West der Gasterstrasse: In diesem Bereich schliesst die geplante Verbindungsstrasse A53-Gaster, die frühestens im Jahr 2023 eröffnet werden kann, an einen Zubringer an, der den Verkehr aus dem Schmerkner Industriegebiet Allmeind auf das Schnellstrassennetz bringen soll. «Wir hoffen, dass der Kanton St. Gallen dieses Teilstück der Gasterstrasse vorzieht», sagt Félix Brunschwiler: «Falls das Projekt Gasterstrasse nicht zustande kommt, könnte der Zubringer auch separat als Gemeindestrasse gebaut werden.»

Warten auf die Gasterstrasse

Kantonsingenieur Marcel John bestätigt diesen Sachverhalt: «Rein theoretisch besteht diese Möglichkeit, dass aus einem Teilstück der Gasterstrasse bei einem Scheitern des Projekts eine Gemeindestrasse wird.» John hofft allerdings, dass die Schmerkner Gemeinde mit einer allfälligen Projektierung zuwartet statt in Eigenregie vorzupreschen: Das kantonale Tiefbauamt realisiert ein Genehmigungsprojekt für die Gasterstrasse bis Ende des kommenden Jahres. Anschliessend erfolgen die Anhörung der Gemeinden (mit fakultativem Referendum), die Projektgenehmigung durch den Kantonsrat und zuguterletzt die öffentliche Planauflage des Projekts. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.06.2017, 16:14 Uhr

Artikel zum Thema

«Es gibt Leute, die haben Angst vor der Gasterstrasse»

Gommiswald Peter Hüppi muss sich fünf Monate nach seiner Wahl zum Gemeindepräsidenten von Gommiswald zur Wiederwahl stellen – ohne Konkurrenz in Sicht. In der kommenden Legislaturperiode stehen Bauprojekte im Fokus seiner Arbeit. Mehr...

Linienführung der Gasterstrasse muss verbessert werden

Uznach Bei der regionalen Verbindungsstrasse A53-Gaster besteht Optimierungsbedarf: Gefragt ist eine Linienführung, die sich sowohl mit der Entwicklung des Industriegebiets Fischhausen als auch mit den Bedürfnissen der Anwohner verträgt. Für das Gebiet Uznach West zeichnet sich eine Lösung ab. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.