Rapperswil-Jona

Rapperswil-Jona entwickelt sich zu einer IT-Hochburg

In Rapperswil-Jona wächst eine äusserst vitale IT-Szene heran. Jüngstes Beispiel ist die Firma Bexio AG, die vor kurzem den Titel als bestes Software-Start-up 2016 der Schweiz gewonnen hat. Diverse Firmen wollen den Mitarbeiterstand in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.

Von den Informatik-Studienabgängern der HSR profitiert die ganze IT-Branche der Region.

Von den Informatik-Studienabgängern der HSR profitiert die ganze IT-Branche der Region. Bild: Manuela Matt

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Die Auszeichnung als bestes Software-Start-up hat Bexio kürzlich beim Top 100 Start-up Award erhalten und insgesamt den 7. Platz aller Schweizer Start-ups belegt. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Vertreter von führenden IT-Firmen, die ihre Zelte in Rapperswil-Jona aufgeschlagen haben, weisen unisono auf die positive Rolle der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) hin. Die Nähe der Hochschule wirke sich befruchtend auf die lokale IT-Szene in der Rosenstadt aus, berichtet der Mitgründer undGeschäftsführer von Bexio, Jeremias Meier. Die vor zwei Jahren als Easy Sys gegründete grösste Herstellerin von webbasierter Business-Software in der Schweiz hat den Mitarbeiterstand in dieser Zeit von sechs auf 40 erhöht. Ein weiteres Beispiel ist der österreichische Halbleiterhersteller AMS, der die Anzahl Mitarbeiter in seinem Designcenter in Rapperswil in den kommenden Jahren von heute gut 30 auf über 100 erhöhen will.

Kleiner Bruder von Zürich

Von den Informatik-Studienabgängern der HSR profitiert die ganze IT-Branche der Region. Davon ist Markus Gebert, Mit­begründer und GL-Mitglied von Hostpoint, dem führenden Schweizer Webhosting-Provider, überzeugt. Rapperswil-Jona sei quasi der kleine Bruder von Zürich, jedoch ohne dessen Nachteile als Grossstadt (etwa bei den Mieten). Einen weiteren Vorteil sieht Gebert im guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Kritik übt er einzig am fehlenden Austausch mit den lokalen Behörden, «obwohl wir mit 51 Mitarbeitenden in Jona inzwischen eine stattliche Grösse erreicht haben».

Für Ivan Bütler, Mitgründer der im Bereich der IT-Sicherheit schweizweit führenden Compass Security AG in Jona, stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. Seine Firma fühle sich hier sehr gut aufgehoben und stehe in gutem Kontakt mit den Behörden. Die eigenen Sorgen seien bisher immer ernst genommen worden: «Als uns am letzten Bürostandort das Büro gekündigt wurde, hat uns die Stadt aktiv bei der Suche nach einer neuen Lösung unterstützt.» Auch der kantonale Wirtschaftsförderer habe seine Firma mehrmals besucht, erklärt Bütler. An der Schnittstelle von Theorie und Praxis finde ein reger Austausch statt, es würden gemeinsame Projekte realisiert und auch Mitarbeiter für Compass Security gewonnen. Die HSR sei innovativ und passe von daher in diese Gegend.

Der Rektor der HSR, Hermann Mettler, bestätigt, dass die Institute der HSR sehr gut mit der Wirtschaft vernetzt seien. Das gelte nicht nur für Firmen in Rapperswil und Umgebung, sondern für viele Firmen in der ganzen Schweiz. Rapperswil-Jona sei ein «toller Standort für junge Firmen». Allerdings stellt Mettler fest, dass es zu wenig Interessenten für den Ausbildungsweg im Bereich IT gibt. Mettler hält es für essenziell, «dass wir alles tun, um den jungen Leuten den Karriereweg über eine Berufslehre schmackhaft zu machen». Die Berufschancen nach einem Studium an der HSR seien ausgezeichnet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.10.2016, 15:42 Uhr

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