Obersee

Kompromiss soll Obersee-Rundfahrt retten

Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) will die Zusatzrundfahrt auf dem Obersee mit einem Kompromiss-Vorschlag retten. Trotz des Geldsegens bleibt die Rundfahrt gefährdet.

Stürmische Zeiten für die Obersee-Rundfahrt: Die ZSG will nun finanziell in die Bresche springen.

Stürmische Zeiten für die Obersee-Rundfahrt: Die ZSG will nun finanziell in die Bresche springen. Bild: Geri Schedl

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Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) will rund 37 000 Franken in die Hand nehmen um die zusätzliche Obersee-Rundfahrt für das Jahr 2016 zu retten, das zeigen Recherchen der ZSZ.

Rückblende: Den Schwyzer Obersee-Gemeinden wurde die Zusatz-Rundfahrt auf dem Obersee zu teuer. Seit 2012 bedienen in der Hochsaison täglich, in der Nebensaison am Sonntag zwei statt nur ein Rundfahrtenschiff ab Zürich die Stationen Pfäffikon, Altendorf, Lachen, Schmerikon und Rapperswil. Der Kurs war ein Wunsch der Obersee-Region und muss als Zusatzangebot von den Gemeinden finanziert werden.

Weil zuwenig Fahrgäste in den Schwyzer Gemeinden auf das Schiff steigen, wollten die drei Gemeinden ihren Beitrag an die Schifffahrt um je die Hälfte. Damit wäre der Kurs in seiner Existenz bedroht.

ZSG finanziert mit

Nun springt die ZSG ein. Als Kompromiss will sie einen Viertel der Schwyzer Kosten tragen. ZSG-Direktor Hans Dietrich sagt dazu: «Es wäre unzumutbar, so spät einen Rückzug zu machen. Die Fahrpläne liegen auf den Gemeinden für die Bevölkerung bereits auf.» Man habe sich deshalb entschieden die Überbrückung aus der eigenen Kasse beizusteuern. Dietrich betont, es gebe nur dieses eine Angebot. Auch für die Jahre ab 2017 sei eine solche Finanzierung durch die ZSG nicht denkbar.

Der Freienbacher Gemeinderat hat das Angebot der ZSG an der Sitzung vom Donnerstag angenommen. Man wolle den Kurs beibehalten und habe der Zwischenlösung deshalb zugestimmt, sagt Gemeindepräsident Daniel Landolt. Statt bisher 91 000 Franken zahlt Freienbach für das nächste Jahr noch knapp 70 000 Franken. Auch die Beiträge der Gemeinden Lachen und Altendorf sollen um 25 Prozent gekürzt werden.

Der formale Beschluss der Gemeinde Lachen fällt am Dienstag. Der Lachner Gemeindepräsident Pit Marty steht dem Vorschlag persönlich jedoch positiv gegenüber. Lachen müsste statt 39 000 Franken noch rund 29 000 Franken bezahlen. Die Gemeinde Altendorf war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ihr Beitrag würde sich von 19500 Franken auf rund 14 500 Franken reduzieren.

Kurs noch nicht gerettet

Trotz der Finanzierung durch die ZSG: Die Durchführung des Kurses 2016 ist noch nicht gesichert. Zwar ist die Gemeinde Schmerikon weiterhin bereit, ihren Beitrag von 19 500 Franken zu bezahlen, Knackpunkt könnte aber die Stadt Rapperswil-Jona sein.

Stadtpräsident Erich Zoller sagt gegenüber der ZSZ: «Der Stadtrat würde es bedauern, wenn die zweite Obersee-Rundfahrt wegfällt». Ursprünglich hatte sich der Stadtrat für die Weiterführung der Rundfahrt ausgesprochen und jährlich 90 000 Franken als Beteiligung gesprochen. Nachdem die Schwyzer Gemeinden ihre Beiträge aber reduzieren wollen, hat der Stadtrat das Geschäft noch einmal traktandiert. Der Stadtrat werde sich an dieser Sitzung auch mit dem Jahr 2016 nochmals befassen. ZSG-Direktor Dietrich möchte das Angebot 2016 weiterführen. Er hoffe deshalb, dass alle Gemeinden den Kompromiss mitragen werden.

Für 2017 werden neue Gespräche geführt. Freienbach will dann beispielsweise nur noch rund 45 000 Franken zahlen. (zsz.ch)

Erstellt: 27.03.2015, 17:20 Uhr

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