Rapperswil-Jona

Hightechfirma AMS hält Rapperswil die Treue

Die Zukunft der Firma AMS in Rapperswil ist geklärt: Statt den jetzigen Standort beim Bahnhof zu verlassen, wird dieser weiterentwickelt. Möglich gemacht hat diese Lösung die Verlegung eines Teams nach Rüschlikon.

Gewissheit nach langem Hin und Her: Statt den jetzigen Standort an der Rietstrasse 4 beim Bahnhof zu verlassen, wird dieser weiterentwickelt.

Gewissheit nach langem Hin und Her: Statt den jetzigen Standort an der Rietstrasse 4 beim Bahnhof zu verlassen, wird dieser weiterentwickelt. Bild: Archiv Michael Trost

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Erst Plan C brachte Erfolg: Nachdem der Neubau des österreichischen Chipherstellers AMS in Kempraten für dessen Rapperswiler Designcenter nicht zustande gekommen war, sah sich das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen nach Alternativen um.

Der jetzige Standort direkt beim Bahnhof Rapperswil stösst seit langem an Grenzen. Unter anderem wurde in den letzten Monaten für die 50 Mitarbeitenden von AMS in Rapperswil auch eine Einmietung bei der Industriegruppe Weidmann ganz in der Nähe geprüft. Doch hat sich diese Option vor allem aus Kostengründen ebenfalls zerschlagen. Der bei Weidmann zur Diskussion gestandene Gebäudeteil hätte im Rohbau gemietet werden müssen.

Ausbau in Rüschlikon

Nun hat sich AMS nach Angaben ihres Rapperswiler Standortleiters Thomas Troxler entschieden, den angestammten Standort neben der HSR Hochschule für Technik weiterzuführen. In den auf zwei Stockwerke verteilten Büroräumlichkeiten ist die Firma, respektive das Designcenter von AMS — eines von weltweit 20 — seit seiner Gründung vor 16 Jahren eingemietet.

«Der Austausch zwischen Rapperswil und Rüschlikon soll intensiviert werden.»Thomas Troxler, Standortleiter AMS Rapperswil

Möglich wurde diese Lösung durch die Verlegung eines stark wachsenden Entwicklungsteams mit zurzeit 15 Mitarbeitenden von Rapperswil nach Rüschlikon, wo entsprechend Platz vorhanden ist. Am linken Zürichseeufer betreibt die Firma Heptagon ein Forschungslabor mit 80 Mitarbeitenden. AMS hatte den weltweit tätigen Spezialisten für optische Sensoren aus Singapur im Oktober 2016 übernommen. Das von Rapperswil zu dislozierende Team von AMS ist auf Produkte im Consumerbereich fokussiert. Im Gegensatz dazu arbeitet der in Rapperswil verbleibende Teil von AMS im Bereich Projekte für Medizin- und Industrieanwendungen.

Einfachere Integration

An beiden Standorten, sowohl in Rapperswil als auch in Rüschlikon, laufen die bestehenden Mietverträge noch mehrere Jahre und über 2020 hinaus. AMS will nach eigenen Angaben zu gegebener Zeit die Situation neu analysieren und dann unter Einbezug aller Fakten und Rahmenbedingungen entscheiden, welches der optimale weitere Weg sein wird.

Der Standort Rüschlikon von Heptagon soll nach Auskunft Troxler weiterentwickelt und der Austausch zwischen den beiden Standorten am Zürichsee intensiviert werden. Dieser Schritt eröffne die Möglichkeit, durch diesen Direktkontakt die neu hinzugekommenen Kollegen von Heptagon einfacher in die AMS-Familie zu integrieren und auch längerfristig gewisse Synergieeffekte auszunutzen, heisst es. Darüber hinaus entstehe so die räumliche Kapazität, um in allen drei Geschäftsbereichen — Consumer, Medizin, Industrie — weiter zu wachsen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.07.2017, 14:17 Uhr

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