Gommiswald

Gommiswalder Gemeindepräsident legt Lohn offen

An der Bürgerversammlung ­vom Donnerstagabend gab Gemeindepräsident Peter Göldi an, wie viel er verdient: 195 000 Franken.

Der Gommiswalder Gemeindepräsident Peter Göldi.

Der Gommiswalder Gemeindepräsident Peter Göldi. Bild: Archiv Reto Schneider

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In der Erfolgsrechnung 2014 der Gemeinde Gommiswald ­sind die Kosten für Gemeinde­rat, Schul­rat und Kommissionen ausgewiesen. Die Exe­ku­tive kos­tete im vergangenen Jahr insgesamt rund 500 000 Franken. Wie die Gemeinde in der Jah­res­rech­nung schreibt, fielen die Behördenentschädigungen damit deutlich tiefer aus als in den Jahren vor der Fusion.

«Die Gemeinde Gom­mis­wald ist mit der Offenlegung der Kos­ten des strategischen Führungsorganes ein transparentes Beispiel», sagt Gemeindepräsident ­Peter Göldi (CVP) auf Anfrage. Nicht direkt ausgewiesen ist sein persönlicher Lohn, diesen legte er jedoch am Donnerstag an der Bürgerversammlung erstmals ebenfalls offen: «Wir wollten den finanziellen Syn­er­gie­­­­­­­­­­-Ge­winn nach der Fu­sion ausweisen. Dazu gehört auch der Aufwand für den Lohn des Gemeindepräsidenten von brutto 195 000 Franken.» Diese Summe bezieht sich auf das 100-Pro­zent-Pen­sum, das Göldi als Gemeindepräsident hat. Die Schul­prä­si­den­tin hat laut Göldi ein 50-Pro­zent-Pen­sum; nebenamtliche Gemeinderäte und Schul­räte erhalten eine Grund­pau­schale und Sit­zungs­gelder nach Aufwand.

Gesuch um Akteneinsicht abgelehnt

Interessant an der Trans­pa­renz des Gemeindepräsidenten: Ein Gesuch der «Zürich­see-Zei­tung» um Offen­legung der Löhne des Gemein­depräsidenten und der Gemein­deräte hat die 5000-Einwohner-Gemeinde Gom­mis­wald erst kürzlich abge­lehnt. Auf ein Begehren der Ta­media, zu der auch die «Zürich­see-Zei­tung» ­gehört, entschied der Gemeinderat Ende April, die gewünschten Daten trotz geltenden Öffentlichkeitsgesetzes nicht offenzulegen. Nebst den Löhnen bzw. Entschädigungen wurde auch die Einsicht in Zulagen und Sitzungsgelder verlangt. Unter anderem stützt sich die Gemeinde bei ihrem Entscheid dar­auf, dass bei der Anfrage der Ta­media keine Begleitumstände wie die Jahresrechnung oder das Budget zum Thema gemacht wird, welche das öffentliche Interesse rechtfertigen würden.

Die «Zürich­see-Zei­tung» und die Ta­media werden gegen die ableh­nende Verfügung Rekurs einlegen.

Erstellt: 08.05.2015, 17:04 Uhr

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